Dienstag, August 16, 2005

Fußball und Dosenbier

Vor genau einer Woche machte ich mich auf nach Hamburg, da für meinen HSV ein ganz wichtiges Spiel anstand. Nach jahrelanger Abstinenz in einem vernünftigen Finale (Ligapokal zählt ja nicht wirklich) ist auch das UI-Cup-Finale nur ein kleiner Fisch, aber immerhin schon mal wieder was für uns titelausgehungerte HSVer. Da ich mir sowas natürlich nicht entgehen lassen wollte, hatte ich meinen Bruder gebeten, mir doch eine Karte zu besorgen und so ging ich dann nach etlichen Jahren mal wieder zusammen mit meinem Bruder zu einem Fußballspiel in ein Stadion. Da sein Mitbewohner ebenfalls HSV-Fan ist, machten wir uns zu dritt auf den Weg zur Arena, wobei wir uns am Kiosk in der S-Bahn-Station des Hauptbahnhofes erstmal noch mit Wegproviant eindeckten: Dosenbier! Wie lange hatte ich schon kein Bier mehr aus Dosen getrunken. Nicht erst seit Einführung des Dosenpfandes, sondern schon geraume Zeit vorher hatte ich mich nicht mehr an Gerstensaft aus dieser Weißblechverpackung gehalten. Aber irgendwie bot das Hinspiel gegen den FC Valencia einen angemessenen Anlass. Zwischendurch wurde es noch ein wenig eng, da an der Haltestelle Holstenstraße die Bahn eine Zwangspause einlegen musste, da sich einige Leute auf den Gleisen herumtrieben, doch wir kamen noch rechtzeitig vor dem Spiel zu unseren Plätzen (leider nur Sitzplätze, da mein Bruder keinen Boch auf Stehplätze und die dort vertretene Gattung von Fußballfans hatte). Und dann nahm ein Spiel seinen Lauf, das wirklich Appetit auf mehr machte. Vor allem Thimothee Atouba spielte grandios auf, die gesamte Elf machte ein Spiel, wie man es schon fast nicht mehr gewohnt war. Ein bisschen Glück war am Ende auch dabei, als Khalid Boulahrouz einen Ball von der Linie kratzte, auf der anderen Seite hätte Benni Lauth dem HSV aber auch noch einen noch komfortableren Vorsprung für das Rückspiel verschaffen können, ja müssen. Aber für das Spiel in Valencia nächste Woche sehe ich nicht schwarz und somit den Einzug in der UEFA-Cup als aussichtsreiches Unterfangen. Bremen hat es letztes Jahr in der Champions League ja auch gezeigt, das man dort bestehen, sogar gewinnen kann.