Montag, Dezember 19, 2005

Börse essen Gesellschaft auf

Irgendwie haben wir es in Deutschland ja gewissermaßen perfektioniert, auf hohem Niveau zu klagen. Sicherlich ist es hier nicht alles toll (als Student merk ich das ja auch regelmäßig in Sachen Bildungspolitik), doch verglichen mit anderen Ländern scheint uns die Sonne doch ehrlich gesagt aus dem Ar***. Und eigentlich sind viele der Leute, die ständig am Nörgeln sind, doch auch selbst schuld - als einen der Hauptverursacher stellt sich in meinen (unwissenden) Augen die Börse da (vielleicht liegt es auch nahe, wenn man sich mal anguckt, welches Wort da steht, wenn man das R wegfallen lässt...). Viele Unternehmen stürzen sich an die Börse, um noch mehr Kohle zu scheffeln, aber wie es überall ist, kann es auch hier nicht zur Gewinner geben (man frage mal die Jungs in Dortmund). Doch um hier die Nase vorn zu haben, heißt es jedes Jahr noch mehr Umsatz machen als zuvor, noch größere Gewinne als im Vorjahr erzielen, immer weiter ins Plus. Schneller, höher, weiter! Und wenn man anstatt der anvisierten 5 Mio. Gewinn nur 3 macht, kommt gleich eine fette Gewinnwarnung, die sich wieder negativ auf den Aktienkurs auswirkt. Und um das zu verhindern, wird mit allen Mitteln geguckt, wie man das angestrebte Ziel erreichen oder gar übertrumpfen kann - da schmeißt man dann mal eben 2000 Angestellte raus, verlegt die Fabrikation ins viel billigere Ausland oder was auch immer. Nur irgendwann hilft einem dass auch nicht mehr weiter, weil man schon alle möglichen Hilfen genutzt hat.
Vielleicht sollte man die Mentalität mal ein wenig überarbeiten. Vielleicht hab ich auch einfach nur keine Ahnung. Vielleicht ginge es uns in der Allgemeinheit ohne Börse aber auch noch einen Tick besser.

1 Comments:

Blogger cyangarden said...

Im Grunde hast du in der Tat recht. Es wird zuviel auf das Parfuem Wert gelegt, damit man den Markt nicht enttaeuscht. Ich begruesse es, wenn Firmen solche Achterbahnfahrten ignorieren und schlicht das tun, wofuer sie geschaffen wurden.

Ohne die Boerse waere jedoch alles dies, was wir alltaeglich geniessen nicht moeglich. Die Produkte und Dienstleistungen wurden fast allesamt durch uns kleinen Aktionaeren ermoeglicht.

18/4/06 14:31

 

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