Montag, Januar 30, 2006

H.

Ill Communication III

Der Wechsel in die Oberstufe brachte auch einen Gebäudewechsel mit sich. Und irgendwann fiel sie ihm immer öfter auf. Sie war einen Jahrgang über ihm, so viel hatte er mitbekommen. Er war neugierig geworden und so schnappte er sich irgendwann die Schuljahresschrift und blätterte sie durch, auf der Suche nach ihr. Er wurde fündig und hatte Glück – sie trug keinen Allerweltsnachnamen, ihre Adresse dürfte ja hoffentlich irgendwie herauszubekommen sein. Er nahm sich das Telefonbuch vor und durchsuchte jeden Ort im Landkreis nach ihrem Nachnamen. Zwar waren etliche Leute dabei, die ähnlich geschrieben wurden, doch er hatte erneut Glück – ihr Name tauchte nur ein einziges Mal auf, noch dazu nicht irgendwo weit außerhalb am Rande des Landkreises, sondern direkt in der Stadt. Kurz vor den nächsten Ferien brachte er ihr – für eine Nacht und Nebel-Aktion fehlte nur der Nebel – einen Brief vorbei, in dem stand, dass er sie gerne näher kennenlernen würde, das ganze garniert mit einer Rose (geklaut aus dem Blumenladen seines Vaters). Zudem hatte er einen Ort vorgeschlagen, an dem man sich zu gewissen Zeiten treffen könnte.
Die ersten Male hatte er vergeblich gewartet, doch beim nächsten Mal erschien sie. In der nächsten Kneipe unterhielten sie sich eine ganze Weile recht angeregt, doch nachdem sich ihre Wege an diesem Abend trennten, vesandete der weitere Kontakt. Erst eine ganze Zeit später begegneten sie sich aufgrund gemeinsamer sportlicher Interessen wieder öfter, was seine alten Erinnerungen weckte und tiefere Gefühle für sie erwachen ließ. Wieder schrieb er ihr einen Brief, den er in einer unglückseligen Silvesternacht bei ihrer Wohnung vorbei brachte. Hätte er damals gewusst, dass sie dort mit ihrem Freund zusammenwohnte, hätte er sich die Mühe wohl erspart. Doch so erfuhr er erst ein paar Wochen später, als sie sich wieder beim Sport trafen, von seinem Schicksal, als sie ihn für eine Unterhaltung zur Seit nahm. Sie hielten noch für eine Weile Kontakt, doch irgendwann nach einiger Zeit trennten sich ihre Lebenswege wieder.
Letzten Sommer hatte er sie noch einmal zufällig bei einem Turnier getroffen und ein wenig mit ihr geplaudert. Doch es dürfte dauern, bis sie sich zufällig mal wieder treffen würden.

5 Comments:

Anonymous ottje said...

aus dir werde ich einfach nicht schlau..zum einen immer wieder diese wie soll ich sagen, schon fast romantischen beiträge und dann wieder derbe beleidigunen meiner person, oder hab ich deinen comment bei Leben 1 - Enno 0 falsch verstanden?!

30/1/06 13:45

 
Blogger Galen said...

Vielleicht solltest du dich selbst mal fragen, woran das liegen könnte...

31/1/06 11:10

 
Blogger Straightforward said...

Enno du bist krank, warum machst du so einen aufstand, nur um sie zu treffen, warum bist du nicht einfach in der Schule zu ihr gegangen.

Oder du hast früher einfach zu viele schlechte Filme gesehen.

31/1/06 13:23

 
Blogger Galen said...

Die Trilogie heißt nicht umsonst Ill Communication. In solchen Dingen habee ich ein Kommunikationsproblem. Rübergehen und anquatschen ist einfach nicht.

1/2/06 12:29

 
Anonymous Eine aus Frankfurt said...

und auch wenn rübergehen und anquatschen meistens schneller geht, so ist ein Brief (vor allem mit Blume dabei) viel romantischer, und egal was wir sagen, wir Frauen stehen auf romantisch!

2/2/06 13:42

 

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