Dienstag, Februar 21, 2006

Liberation Frequency III

Turn a whiter shade of pale (Procul Harum– A Whiter Shade Of Pale)

Informatikerbräune pflegt es ein guter Freund von mir zu nennen. Ich bin zwar bei weitem kein sonnengebräunter Typ (nicht, dass ich es sein möchte), aber selbst gegen mich wirken diese Leute blass. Ist ja auch kein Wunder, künstliche Lichtquellen wie Neonröhren und Glühbirnen oder Computerbildschirme sorgen nicht gerade für eine gebräunte Haut.
In der Cafete immer mal wieder ein Haufen dieser Gestalten: Informatiker (kennt eigentlich irgendjemand mehr als vielleicht zwei oder gar drei Informatikstudenten, die ihm sympathisch sind? Die viel beschworenen Ausnahmen von der Regel... Die Meinung von Informatikern zählt nicht, schließlich sind die befangen). Aufgrund diverser persönlicher Erfahrungen von einigen Leuten aus unserem Kreis insbesondere mit einer bestimmten Person wird wahlweise gestöhnt oder gelacht. Dieser eine hat es uns besonders angetan – komische Lache, mangelhaftes Sozialverhalten (außer vielleicht seinen Kollegen gegenüber), arrogantes Auftreten und ein unnachahmlicher Laufstil, der ihm im Zusammenhang mit der Farbe seiner Klamotten den Spitznamen „schwarzer Blitz“ eingebracht hat. Diese rein schwarzen Klamotten, die neben ihm noch ein paar andere seiner Gruppe tragen, bilden mit der blassen Hautfarbe dann auch einen herrlichen Schwarz-Weiß-Kontrast. Ich nenne ihn gerne auch mal „Black Beauty“, irgendwie hat er auch was von einem Elb.

Aber jede Uni, vor allem kleinere, zentral zusammen liegende, hat wohl so ihre besonderen Typen. Wir haben dann natürlich auch gleich mehrere, die man regelmäßig in der Cafete sieht (vielleicht gehören wir für andere auch dazu). Sympathische wie z.B. Bilbo, oder auch ganz komische: neben besagtem „schwarzem Blitz“ auch diese Mitvierzigerin mit kurzen Haaren, die anstatt von Augenbrauen nur noch braune Striche hat und nicht nur zuviel, sondern auch viel zu auffälligen Lidschatten benutzt (und mich außerdem stark an die Ex eines Freundes erinnerte), „Flashbag“, der Flaschensammler (auch wenn er, wie ein paar andere, höchstwahrscheinlich Obdachlose, die seit kurzem die Uni-Cafete für sich entdeckt haben, nicht studiert), Harm, den Dummschnacker vor dem Herrn (mal war er beim Bund, dann Zivi oder bei der Feuerwehr, außerdem war er ja in seinem Austauschjahr in den Staaten ein ganz talentierter Footballspieler, auf den sogar irgendwelche Scouts aufmerksam geworden waren, doch dann haben ihm im entscheidenden Spiel die Gegner, die davon erfahren hatten, einen Strich durch die Rechnung gemacht, weil sie konsequent gegen ihn gespielt hatten – ja, nee, ist klar...) oder auch Ricchi, die mich nach vier Jahren Schule nun auch immer noch an der Uni verfolgt. Und das absolute Highlight der Flachpfeifen: der Mantelmann alias Skatloser alias Mercedesfahrer alias Penismensch alias..., der zudem meint, jede mögliche Frau angraben zu müssen. Dumme Anmache Nr.1: „Das hat bestimmt weh getan...“ – (verwirrt) „Was?“ – „Na, als du vom Himmel gefallen bist!" Dumme Anmache Nr.2: „Hast du aber schöne, gerade Finger. Meine sind so krumm vom vielen Mercedes fahren.“ Im weiteren Verlauf der Unterhaltung, in dem er sich (zurecht?) selbst herunterputzte, fiel auf die Frage, es müsse doch etwas geben, was er an sich mögen würde, die Antwort: „mein Penis“ – so genau wollte sie es dann wohl auch nicht wissen...

10 Comments:

Anonymous Eine aus Frankfurt said...

seltsame Leute schwirren da bei Dir rum :-)

21/2/06 12:08

 
Blogger Galen said...

Na ja, da ist ja nur die Aufzählung der komischen Leute - die große Masse ist da eigentlich anders.

21/2/06 14:04

 
Blogger Galen said...

Hab mit gerade meine Zugriffsstatistik angesehen - irgendwie verpassen wir uns heute ständig...

Bei der Wortbestätigung fehlt eigentlich noch ein k:
endluc

21/2/06 14:39

 
Anonymous Eine aus Frankfurt said...

hmm, wenn meine uhr auf dem Rechner richtig ist, dann müsstest du ja noch da sein???

21/2/06 14:40

 
Blogger Galen said...

Ja, bin ich. In der Statisitik sah es vorher nur so aus:
ein Block Uni Frankfurt, dann ein Block Uni Oldenburg, wieder ein Block Uni Frankfurt und dann wieder ich mit ein paar Uni Oldenburg-Einträgen.
Nachdem ich meinem Bruder gerade seine Anfrageergebnisse gerade rübergemailt habe, werd ich hier allerdings wohl auch gleich abhauen.

21/2/06 14:50

 
Anonymous Eine aus Frankfurt said...

nagut, so gut hätte ich es auch gerne! Semesterferien... wie schön war das doch :-)
Ich quäle mich weiter auf Paracetamol (gelobt sei Wick DayMed und Wick MediNight) durch den Tag und versuche, nicht zu viele Fehler auf grund des Drogeneinflusses zu machen...

Dann bis hoffentlich die Tage,
liebe Grüße

21/2/06 14:55

 
Blogger Galen said...

Werd Donnerstag wohl wieder vorbeischneien und ein bisschen was schreiben, in der Hoffnung, dass bis dahin ein kleiner Funken Inspiration oder Kreativität in mein Leben getreten ist oder irgendwie was passiert...

21/2/06 15:00

 
Anonymous Eine aus Frankfurt said...

ich bin im Moment auch eher brainwashed....inspirations könnte ich auch mal wieder gebrauchen. Aber ich hab ja das Glück, dass ich, wenn ich zerstreung suche, zumindest immer hierher kommen kann :-)

bis Donnerstag dann

21/2/06 15:03

 
Anonymous ottje said...

hallllllo wie geil ist denn bitte der penismann..ich will auch mal mit euch da kaffee trinken..scheint lustig zu sein..

21/2/06 15:57

 
Blogger Oles wirre Welt said...

Wie wär's denn mal mit ICQ2Go für Euch beiden? :)

21/2/06 16:21

 

Kommentar veröffentlichen

<< Home