Freitag, Mai 08, 2009

Das Gegenteil von gut ist gut gemeint

Wie bitter: HSV von der Choreographie der eigenen Fans besiegt.
Viele Fans schienen sich gestern Abend im Hamburger Volksparkstadion, derzeit bekannt als HSH-Norbank-Arena, mehr darauf zu konzentrieren, Papierflugzeuge und Wurfgeräte aus den zur stadionweiten Choreographie bereitgelegten Papierbögen zu fertigen, als das Spielgeschehen zu verfolgen. Und eines dieser Geschosse sollte sich dann als wegweisender Bestandteil des Bremer Erfolges entpuppen. Der Ball versprang dank dieser Kugel, der geplante Rückpass ging ins Toraus anstelle des Keepers: Ecke, Tor, Vorentscheidung, Halbfinal-Aus. Das EGo-Land fordert hiermit aus gutem Grund lebenslanges Stadionverbot für Papierkugelwerfer!

Es ist auch nur ein schwacher Trost, dass wir eigentlich der wahre UEFA-Cup-Sieger wären. Alle anderen Mannschaften im Halbfinale waren schließlich alle Champions League-Absteiger. Auch hier fordert das EGo-Land aus gutem Grund eine erneute Änderung des Champions League und UEFA-Cup, zukünftig Euro League-Modus. Wer raus ist, ist raus! Aus, Basta. Keine zweite Chance für Champions League-Versager. Sonst kommt irgendjemand noch auf die Idee, dass die ausgeschiedenen Mannschaften des CL-Achtel-, Viertel- und Halbfinals auch noch mit in den UEFA-Cup eigegliedert werden. Wäre schließlich nur gerecht, denn in der Gruppenphase war man ja besser als diese Gruppendritten, die eine zweite Chance erhalten. Oder der Verlierer des Champions League-Endspiels darf noch gegen den Gewinner des UEFA-Cups antreten und den endgültigen Sieger ausspielen. Man könnte sich auch ein Vorbild am Modus der Campionato Dilettanti (die Meisterschaft von San Marino nehmen). Dort wimmelt es nur so von zweiten und dritten Chancen.
Zudem sollte nicht mehr der Dritte oder Vierte der englischen (oder italienischen oder spanischen oder oder oder - selbst der Zweite ist eigentlich schon too much, aber das soll mal mein Zugeständnis sein) Liga am Wettbewerb teilnehmen können. Dafür sollten mehr wahre Champions, sprich Meister wieder am Wettbewerb teilnehmen. Verzichten wird aber wohl keine der Mannschaften auf dieses lukrative Geschäft, als Vierter der englischen Liga bedeutet das schon mal fast automatisch den Einzug ins Viertelfinale der Champions League mit Aussicht auf mehr. Nur selbst Gelddrucken ist einfacher...

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Sonntag, März 01, 2009

ICH HASSE WOLFSBURG!

Nachtrag vom 08.05.2009:
ICH HASSE GRÜN-WEISS!

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Freitag, Februar 08, 2008

Schiri, Telefon!

Die drei kuriosesten Schiedsrichterentscheidungen, an denen ich in einem gewissen Grad beteiligt war.

3. Der Ball wird lang auf den linken Flügel geschickt. Es gibt ein Laufduell mit leichtem Körperkontakt (alles innerhalb des Reglements), ich bin etwas schneller und komme vor meinem Gegenspieler an den Ball. Der Gegner tritt mir versehentlich auf die Hacke und kommt ins Staucheln, ich kann allerdings unbeirrt weiterlaufen. Der Schiedsrichter pfeift. Zunächst gehe ich davon aus, dass er einfach in Sachen Vorteilsauslegung keine große Leuchte ist, als er allerdings Freistoß für den Gegner anzeigt, verlässt mich jegliche Ahnung, was der Referee da gesehen haben möchte.

2. Eine Zweikampfsituation an der Außenlinie, auf Höhe des gegnerischen Fünfmeterraums. Der gegnerische Libero klärt den Ball ins Aus, schnappt sich aber dennoch den Ball und will einen Einwurf ausführen. Der Schiedsrichter (einer meiner "Lieblinge": die "Politesse" - verteilt im Namen der Stadt Knöllchen) zeigt aber zurecht Einwurf für uns. Ich nehme dem Gegenspieler den Ball aus der Hand (völlig ohne Gewalteinwendung, weil er den Ball nur auf seiner Handfläche liegen hat, als er wegen der Entscheidung des Schiris am Protestieren ist) und ehe ich mich versehe, senst mich der Gegner regelrecht um - klare Tätlichkeit. Sehen alle Zuschauer, die Mitspieler und auch die Gegner. Nur der entscheidende Mann sieht es nicht. Wegen vermeintlicher Schauspielerei erhalte ich Gelb und eine scharfe Ermahnung, dass ich beim nächsten Vergehen frühzeitig duschen gehen kann.

1. Ein leichtes Zugeständnis kann man in diesem Fall dem Referee machen - die Trikots der beteiligten Mannschaften waren schon ähnlich von der Aufmachung her. Beide Mannschaften hatten farblich-weiß-längsgestreifte Trikots. Der Gegner hatte schwarze Streifen, wir mittelblaue, was die Spieler allerdings trotz allem gut unterscheiden konnten, sieht man von den in jedem Spiel ohnehin vorkommenden Fehlpässen in Drucksituation mal ab. Der gegnerische Linksverteidiger war tief in der eigenen Hälfte am Ball, hatte nach vorne aber keine gute Anspielmöglichkeit. So entschied er sich dann für einen Rückpass zum eigenen Libero. Ein Pfiff ertönte, der 22 Spieler auf dem Platz und alle drumherum in Verwirrung stürzte. Die Erklärung des Schiedsrichters sorgte dann für Kopfschütteln: ABSEITS! Während des Spiels gab es noch weitere seltsame Entscheidungen und als der Schiedsrichter die Halbzeitpause um zehn Minuten ausdehnte, während beide Teams längst schon wieder auf dem Platz waren, entwickelten sich Theorien, was für neue Regeln sich der Mann in Schwarz nun noch ausdachte, um sie im zweiten Durchgang der praktischen Anwendung auszusetzen. Aufklärung gab es nach dem Spiel: als unser Trainer die Spielerpässe aus der Schirikabine abholte, erblickte er dort eine Brille, deren Gläser jeden, der nicht annähernd ähnliche Sehschwächen hat, in ernste Schwindelzustände versetzt hätte. Auf dem Platz trug der Schiedsrichter jedoch keine Sehhilfe.

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Donnerstag, Februar 07, 2008

DER Spieltag

Einen Spieltag wie den nun kommenden 19. Spieltag der Bundesligasaison 2007/08 wünscht man sich vermutlich gerne als letzten Spieltag einer Saison. So viele mehr oder weniger brisante Duelle wie an diesem Spieltag vereinen sich wohl kaum mehr auf ein Wochenende. Allerdings lassen sich, im Vergleich zu einem letzten Spieltag, Ausrutscher und Niederlagen zu diesem Zeitpunkt der Saison noch in den danach verbleibenden 15 Spieltagen ausbügeln.
Natürlich kann es auch hier nicht nur Partien geben, die einen jetzt vom Hocker reißen (und dabei meine ich nicht die Qualität der Spiele - wie sie ablaufen, kann man zu diesem Zeitpunkt höchstens ahnen). Für Frankfurt - Bielefeld, Bochum - Cottbus und Wolfsburg - Duisburg kann man sicherlich auch irgendwelche interessanten Ansätze finden, doch nominell finden die großen Partien woanders statt.
Allein der Sonntag bietet mit dem Nord-Süd-Schlager und dem Ruhrgebietsderby Nummer Eins eine kaum zu toppende Konstellation. Über Dortmund - Schalke (Hinspiel 1:4) braucht man ja eigentlich kein weiteres Wort zu verlieren. Und München - Bremen (4:0) ist das absolute Spitzenspiel: der Erste hat den Tabellenzweiten zu Gast.
Und schon am Samstag kreuzen die unmittelbaren Verfolger die Klingen: Leverkusen - Hamburg (0:1) ist eine nicht minder interessante Partie, schließlich spielen hier der Tabellendritte gegen den Vierten. Nicht zu vergessen ist das Duell der positiven Überraschungen dieser Saison: Hannover - Karlsruhe (2:1), Tabellensiebter gegen den Sechsten, die beide ihre Ambitionen auf's internationale Geschäft untermauern könnten. Und auch unten im Tabellenkeller bietet Nürnberg - Rostock (2:1) Spannung. Nürnberg könnte durch einen Sieg wieder die Abstiegplätze verlassen und mit größerer Hoffnung in die Rückrunde starten, Rostock würde nur allzugern ein wenig mehr Luft zwischen sich und die Abstiegsplätze bringen. Und zu guter Letzt bliebe da noch die Paarung Stuttgart - Berlin (1:3). Zugegeben, reißt vermutlich nicht so viele vom Hocker, aber gerade deswegen bietet die Paarung ein interessantes Duell. Schließlich dürfte man diese Partie duchaus mit "Aufeinandertreffen der Enttäuschenden" titulieren. Stuttgart spielt als amtierender Meister eine denkbar schlechte Saison (okay, es geht schlechter, wie Nürnberg schon mal Ende der 60er bewiesen hat) und Berlin... Berlin enttäuscht doch eigentlich so gut wie immer. Also gut möglich, dass am Ende der Partie auch alle Beteiligten enttäuscht wären, weil sie sich mehr für ihre Mannschaft versprochen hatten.
Bleibt nur zu hoffen, dass dieser Spieltag auch hält, was die Konstellationen versprechen und nicht alle Spiele langweiligen, taktisch geprägten Sicherheitsfussball präsentieren.

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Dienstag, Januar 29, 2008

Ich hatte einen Traum

Einen leichteren Alptraum, um genau zu sein. Ich schaltete den Fernseher an und verfolgte im Videotext die DFB-Pokal-Spiele. Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass die Schlussphase der Partien begonnen hatte. Das Ergebnis meines Vereins ließ mir das Blut in den Adern gefrieren. 4:1 stand es für die Heimelf, doch meine Mannschaft war das Auswärtsteam. Wenig später veränderte sich das Ergebnis zwar, aus welchem Grund auch immer, in ein 3:2, doch viel Hoffnung versprach diese Änderung auch nicht. Es waren höchstens noch 10 Minuten zu spielen. Wie der Traum weiterging, kann ich nicht sagen. Vermutlich bin ich in dem Augenblick gerade aufgewacht.

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Mittwoch, Januar 16, 2008

Missverständnisse

Es ist klar, dass nicht jeder Transfer so einschlagen kann, wie es sich die Verantwortlichen erhoffen. Manchmal braucht es ein wenig Zeit, bis sich der Spieler akklimatisiert hat und zumindest gute Leistungen bringt (oder die betreffende Person doch die Erwartungen erfüllt - siehe Ivica Olic beim HSV), manchmal passiert auch rein gar nichts - der Spieler schmort auf der Bank oder kann aufgrund anhaltender Verletzungsprobleme nicht mal für den Kader berücksichtigt werden. Ailton beim MSV Duisburg dürfte sicherlich so ein Fall sein, wo sich Hoffnungen und gebrachte Leistung nicht decken. Ein Missverständnis, möchte mann sagen. Man kann sich auch fragen, was sich die Verantwortlichen des MSV überhaupt dabei gedacht hatten, Ailton zu verpflichten, ist er doch vorher eindeutig auf dem absteigenden Ast gewesen und über seinen Zenit längst hinaus. Allein der Name und die Erinnerung an gute (Bremer) Zeiten dürften in diesem Fall vielleicht den Ausschlag gegeben haben - ein Fehler in der Transferpolitik. Der klarste Fall in dieser Hinsicht dürfte jedoch der Bremer Carlos Alberto sein. Als teuerster Transfer der Vereinsgeschichte mit großen Erwartungen verknüpft, brachte er es dank anhaltender Verletzungsprobleme insgesamt nur auf kümmerliche vier Einsätze (bei knapp 60 Minuten Spielzeit): zwei Mal in der Bundesliga bei klaren Zwischenständen eingewechselt (bei 0:2 (Endstand 0:4) gegen die Bayern und nach dem 4:0 gegen den KSC), in der Champions League gegen Madrid (3:2) als zeitschindender Wechsel und weitere Absicherung für die Defensive in der Schlussphase gebracht. Und auch beim knappen Erstrundensieg im DFB-Pokal gegen Braunschweig (1:0) durfte er erst in der Schlussviertelstunde aufs Feld.
Wirklich gebracht hat er den Bremern nichts, nur negative Schlagzeilen und abwertende Spitznamen (Aggro Alberto, Chaos Alberto) und die Gewissheit, dass auch das beste Management der Bundesliga mal daneben liegen kann. Nun stehen die Zeichen vorläufig auf Trennung, Carlos Alberto soll zurück in seine Heimat ausgeliehen werden, verbunden mit der Hoffnung, dass er sich in der Heimat für ein weiteres Engagement bei Werder empfehlen kann oder zumindest seinen Marktwert wieder in die Höhe treiben kann, damit die Bremer bei einem eventuellen Verkauf zumindest einen Teil der Transfersumme aus dem vergangenen Sommer zurückerhalten. Fehlen wird er den Bremern jedenfalls nicht. Auch wenn Borowski im Sommer geht, die Bremer werden adäquaten Ersatz finden, bzw. haben ihn ohnehin schon in den eigenen Reihen (Jensen). Zumal Borowski in dieser Saison noch nicht das abgerufen hat, was er kann.

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Freitag, Januar 11, 2008

Klinsmann

Die erste Trainerpersonalie für die kommende Saison ist geklärt: die Bayern holen Jürgen Klinsmann als Hitzfeld-Nachfolger. Ein interessante Wahl der Bayernbosse. Und auch für Klinsi ist die Bayern-Bank sicher interessant, sind die Bayern doch schließlich die Topadresse des deutschen Clubfußballs und sicherster Kandidat, wenn man den eigenen Briefkopf mit ein paar Titeln schmücken möchte. Doch um einen Titel zu holen, muss man schon eine komplette Saison auf dem Trainersessel bleiben und in dem Punkt bin ich eher skeptisch, dass diese Ehe so lange Bestand hat. Sicher, Jürgen Klinsmann hat als Nationaltrainer gute Arbeit geleistet, doch ist er dabei immer wieder bei den Chefs vom DFB, der DFL und verschiedenen Clubchefs angeeckt. Mit Manager Uli Hoeneß dürfte diese Haltung sehr schnell zu ersten Konflikten führen. Und wer in diesem Fall den längeren Arm hat, steht ja wohl fest.
Ein entscheidender Faktor bei der Nationalelf war schließlich auch der heutige Nationaltrainer Jogi Löw. Kann Jürgen Klinsmann ohne ihn wirklich überzeugen - oder wird Jogi Löw nach der EM (egal, wie die deutsche Elf abschneidet) plötzlich von den Bayern abgeworben als Klinsmanns Assistent auf der Trainerbank? Sicherlich reine Spekulation, aber die Frage stellt sich mir. Schließlich waren es die beiden im Gespann, die für den Höhenflug der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2006 geführt hatten. Und irgendjemand in meinem Umfeld meinte nach der Betrachtung von Sönke Wortmanns Film "Deutschland - Ein Sommermärchen" das Klinsmann Recht daran getan hat zurückzutreten, schließlich hätte er sein Motivationspulver schon verschossen und dass er nur für eher kurzfristige Arbeit tauglich wäre. Sicher, der Weg zur WM war lang, doch die meiste Zeit waren die Spieler bei ihren Clubs und nicht bei der Nationalmannschaft. Ob Klinsmann das Zeug hat, eine Mannschaft eine komplette Saison lang anzutreiben und zu trainieren, wird sich nun beweisen müssen.
Einen positiven Nebeneffekt hat die ganze Sache für mich allerdings jetzt schon: als Nachfolger von Huub Stevens kann Jürgen Klinsmann jedenfalls nicht mehr präsentiert werden - und auf der Hamburger Bank hätte ich Klinsi nicht sehen wollen.

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Freitag, Dezember 21, 2007

Auslosung

Jetzt wird's gleich spannend - die Auslosung der Champions League (Achtelfinale) und des UEFA-Cups (Zwischenrunde) stehen unmittelbar bevor. Während sich aus deutscher Hinsicht nur die Frage stellt, wem FC Schalke 04 zugelost wird (bzw. gegen wen Schalke dann rausfliegen wird), gibt's im UEFA bessere Chancen für die deutschen Teams.

Champions League: Schalke
Außer Chelsea (gleiche Vorrundengruppe) kommen da einige Hochkaräter in Frage: Real Madrid, FC Barcelona, AC und Inter Mailand, Manchester United. Da sind der FC Porto und der FC Sevilla noch die vermeintlich einfachsten Gegner - aber diese beiden Mannschaften haben in den letzten Jahren international einiges gerissen. Bye, Schalke, es war schön...

UEFA-Cup: Hamburg, Leverkusen und München
Für diese drei Mannschaften kommen als Gruppensieger die selben Mannschaften in Frage (Ausnahmen: die jeweiligen Vorrundengegner): Zenit St. Petersburg, FC Aberdeen, AEK Athen, Brann Bergen (nicht gegen den HSV), FC Zürich (nicht gegen Leverkusen), Bolton Wanderers (nicht gegen Bayern), RSC Anderlecht und Galatasaray Istanbul. Im Großen und Ganzen sollte das machbar für die deutschen Teams sein. Unangenehm wäre vielleicht Galatasaray, da das Heimspiel mitunter zum Auswärtsspiel werden könnte.

Nürnberg
Die Champions League-"Absteiger" warten auf den Club: Olympique Marseille, Rosenborg Trondheim, Benfica Lissabon, Glasgow Rangers, Sporting Lissabon, PSV Eindhoven und Slavia Prag. Immerhin bleibt den Nürnbergern ein Duell gegen Bremen erspart, da keine nationalen Duelle ausgelost werden (somit fallen für den Zweiten aus der Bayern-Gruppe, Sporting Braga, gleich zwei potentielle Gegner - die beiden Lissaboner Teams). Im Zweifelsfall dürfte sich der Club allerdings aus dem Wettbewerb verabschieden.

Bremen
Mit Panathinaikos Athen lauert erneut ein griechisches Team, auch Florenz oder Tottenham dürften keine einfache Aufgabe sein. FC Basel (kennt man ja schon), Spartak Moskau, Sporting Braga oder Helsingborgs IF sind da die einfacheren Gegner. Und Bremen dürfte in die nächste Runde einziehen, wenn es nicht gerade gegen Tottenham oder Florenz geht. In den letzten beiden Fällen stehen die Chancen 50:50. Wenn Bremen spielt wie gegen Real, kommen sie weiter. Spielen sie wie in Piräus, fliegen sie raus.

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Mittwoch, Dezember 12, 2007

Langweilig

Die Champions League präsentiert sich heute am letzten Tag der Gruppenspiele von ihrer langweiligeren Seite: In Gruppe F ist ohnehin schon alles klar, in Gruppe H streiten sich der FC Sevilla und Arsenal im Fernduell um Platz 1 und damit um eine vermeintlich einfachere Ausgangsposition im Achtelfinale, die weiteren Plazierungen in der Gruppe sind aber schon gefestigt. Auch Gruppe E und G entfachen nicht gerade übermäßige Begeisterung: Barcelona und Inter sind als Erste sicher weiter, Stuttgart und ZSKA Moskau sicher raus. Nur die Zweiten und Dritten "prügeln" sich noch um den Verbleib in der Champions League bzw. das Abrutschen in den UEFA-Cup. Die Rangers und Lyon (Gruppe E) treffen sogar direkt aufeinander, in Gruppe G will Fenerbahce (gegen den nominell leichteren Gruppengegner) im Fernduell seine bessere Ausgangslage gegenüber der PSV Eindhoven durchbringen. Zwei Entscheidungen in drei Spielen, dazu noch ein Fernduell um Platz 1, ansonsten ist der Drops schon längst gelutscht. Heißt: drei Spiele heute sind eigentlich völlig egal - u. a. auch das Spiel der Stuttgarter in Barcelona. Stellt sich nur die Frage, warum gerade dies für eine Liveübertragung im Free-TV ausgewählt worden ist und nicht eins der beiden Spiele mit deutscher Beteiligung gestern, bei denen es noch um Alles oder Nichts ging.
Denn der gestrige Tag hatte auch insgesamt durchaus mehr Spannungspotential: In der Gruppe A hätte der Tabellenstand vor dem letzten Spiel vollkommen über den Haufen geworfen werden können, Lazio und Werder hätten mit den richtigen Ergebnissen auch in der Gruppe C das bisherige Bild völlig über den Haufen werfen können. Und in der Gruppe B ging es außer für Chelsea auch noch um Vieles: Rosenborg hätte sich für's Achtelfinale qualifizieren können, allerdings auch noch ausscheiden können, bei Schalke genau das gleiche Bild. Und Valencia hätte bei einem Sieg zumindest noch eine der beiden anderen Mannschaften überflügeln und in den UEFA-Cup einziehen können. In allen sechs Partien ging es also noch um was (auch wenn ich bis auf den Positionstausch zwischen Rosenborg und Schalke im Endeffekt nichts mehr getan hat).
Gruppe D wird vermisst? Dort hatte es in der letzten Woche ja schon die letzten Entscheidungen gegeben, da der AC Mailand derzeit gerade in Japan bei der Club-WM spielt.

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Mittwoch, November 28, 2007

Das Prinzip Hoffnung

Ein Eintrag zum Nordrivalen - und das ganz ohne Schmähungen.

Wie Werder heute spielt, ist vielleicht gar nicht mal so entscheidend. Wichtiger ist vor allem, dass die Partie Lazio Rom gegen Olympiakos Piräus unentschieden endet. Gibt es dort einen Sieger und gewinnt Werder nicht gegen Real, geht's für die Bremer nur noch um Platz Drei. Bei einem Unentschieden in Rom hätte Werder dann sogar bei einer Niederlage gegen Real zumindest noch theoretische Chancen auf den Einzug ins Achtelfinale der Champions League. Man müsste auf der einen Seite darauf hoffen, dass Real dann Rom schlägt und natürlich auch selbst die eigenen Hausaufgaben lösen. Heißt: in Piräus gewinnen, auf jeden Fall mit zwei, am besten aber mit mindestens drei Toren Unterschied. Zugegeben, das klingt nicht gerade besonders realistisch, aber Werder hat in der Vergangenheit schon für das eine oder andere Europokal-Wunder gesorgt. Durch den direkten Vergleich hätte man dann (zumindest nach meiner Überschlagsrechnung gerade) die besseren Karten - der direkte Vergleich gegen Rom ist ausgeglichen, gegen Piräus hätte man bei drei Toren Unterschied dann die Nase vorn, Rom und Piräus hätten beide Male Remis gespielt. Wollen wir für den deutschen Fußball in Hinsicht auf die UEFA-Fünf-Jahres-Wertung hoffen, dass nach der heutigen Partie nicht schon alles vorbei ist.

Da hat es der FC Schalke heute Abend bzw. prinzipiell in seiner Gruppe noch etwas einfacher. Alles, was heute nicht passieren darf, ist, dass Schalke heute keinen Punkt auf Trondheim verlieren darf, um noch die Chancen auf's Achtelfinale zu wahren. Gewinnt Chelsea in Trondheim, dürfte sich S04 sogar eine Niederlage in Valencia erlauben - dann brauchen die Knappen allerdings am letzten Spieltag die Schützenhilfe der Londoner, die Valencia schlagen müssten. Und Schalke müsste Trondheim natürlich auch besiegen. Im Hinspiel hat das zwar geklappt, doch die Norweger haben bisher auswärts nicht verloren. Mit einem Sieg heute und einer gleichzeitigen Niederlage Trondheims hätte man dann für's Rückspiel schon die besseren Karten. Mal sehen, was dieser Abend so bringt...

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Donnerstag, November 22, 2007

Zwei Herzen in der Brust

Im gewissen Sinne bin ich ein Verräter am eigenen Fußballvolk. Aber als Fan des Hamburger SV fällt es mir irgendwie leichter, zur niederländischen Nationalmannschaft zu halten, denn schließlich spielen (derzeit) dort vier potentielle Nationalspieler (Rafael van der Vaart, Joris Mathijsen, Nigel de Jong und Romeo Castelen). Auf der Gegenseite steht nur ein Teilzeit-Nationalspieler Deutschlands (Piotr Trochowski). Und es fällt mir schwer, bei der Nationalmannschaft mit ihren Spielern aus München oder Bremen Leuten die Daumen zu drücken, denen ich im alltäglichen Bundesligageschäft mitunter eher die Pest an den Hals wünsche.

Ähnlich, wenn auch aus anderen Beweggründen, dürfte es vielleicht auch Ulrike gehen. Als glühender Anhänger des BVB und der englischen Nationalmannschaft könnte es gestern gegebenenfalls zu einen leichten Gewissenskonflikt gekommen sein. Auf der einen Seite natürlich tiefe Trauer, weil die Engländer ihre Teilnahme an der EM im kommenden Sommer verspielt haben (kleine Wette ohne großes Risiko: nach "Ohne Holland fahr'n wir zur WM" (2002) und "Ohne Holland fahr'n wir nach Berlin" (2006) dürfte DER deutsche Fangesang des kommenden Sommers "Ohne England fahr'n wir zur EM" sein - eintönig und nichts Neues, aber etlichen Fans wird's egal sein). Auf der anderen Seite aber vielleicht auch ein wenig Freude über die gute Form des Dortmund-Akteurs Mladen Petric, der mit seinem Treffer das Ausscheiden der Engländer besiegelte, und die Hoffnung, dass er diese Form auf den Bundesligaspieltag am Wochenende übertragen kann.
Und dann war da vor einer Weile noch die Auslosung zum Achtelfinale des DFB-Pokals, die der Borussia ein Heimspiel gegen Werder Bremen beschert. Auslosungstechnisch gesehen der Super-GAU für Ulrike, schließlich ist ihr Familienumfeld mehrheitlich grün-weiß. Der Fußballgott meint es derzeit wirklich nicht gut mit ihr.

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Montag, November 19, 2007

Schatten und Licht

Es gibt Mannschaften, gegen die man (aus welchen Gründen auch immer) lieber spielt und es gibt solche, die nur als lästige Pflichtaufgabe fungieren. Unser Gegner vom vergangenen Wochenende gehört sicherlich in die letzte Kategorie (nicht zuletzt mein Gegenspieler: ein Labersack vor dem Herrn, der wegen der geringfügigsten Berührung schon schreit, als hätte man ihm etwas gebrochen, ständig labert und meckert - Beispiel: "seid ihr eine unfaire Mannschaft" - dreißig Sekunden, nachdem ER eine gelbe Karte gegen einen meiner Spieler gefordert hatte). Umso schmerzlicher ist es dann, zur Pause 0:4 hinten zu liegen gegen Spieler, die man durchaus mit Recht als Dorfidioten betiteln dürfte: Leute ohne Hirn und Verstand. Zugegeben, umgekehrt sind einige meiner Mitspieler auch nicht gerade die Hellsten, aber sie sind meine Teamkameraden und dementsprechend eine andere Kategorie.
0:4 klingt deutlich, muss es aber gar nicht unbedingt sein. Ein Fehler in der Defensivbewegung - 0:1. Ein schlechter Pass im Aufbau und inkonsequentes Zweikampfverhalten - 0:2. Eine leichte, unabsichtliche Berührung des Gegenspielers - Elfmeter - 0:3. Ein Torwart, der nicht ganz an einen Querpass vorm Tor herankommt und ein Abwehrspieler, der sich auf den Torwart verlässt und den entscheidenden Schritt vom Gegner weg ist - 0:4. Auf der anderen Seite durchaus ein paar gute Kombinationen, aber im Abschluss ohne das nötige Quentchen Glück. So geht man dann mit 0:4 in die Halbzeit, gegen eine Mannschaft, die eigentlich gar nicht besser ist als die eigene.
Nach der Pause dürften einige Faktoren eine Rolle gespielt haben: die Einstellung des Gegners, der in Anbetracht einer komfortablen Führung ein wenig zurückgeschaltet hat. Eine Pausenansprache, die vor Augen geführt hat, was falsch gelaufen ist und der Glaube daran, das Spiel noch drehen zu können. Nach gut 10 Minuten das 1:4, wenig später das 2:4. Eine Zeitlang nichts, dann eine guter Pass in die Tiefe, der mich allein vor's gegnerische Tor kommen lässt - 3:4, der Anschlusstreffer. Bei diesem Tor zeigte sich dann auch der (Fußball)Verstand einiger Gegner, die mit Nachdruck eine vermeintliche Abseitsposition meinerseits reklamierten. Doch nur, weil ich letztenendes frei und allein vor den Torwart kam, ist es noch lange kein Abseits (eher ein kollektiver Defensivfehler - drei Verteidiger konzentrieren sich auf einen Stürmer und mein Gegenspieler ist noch mitten in unserer Hälfte), denn für eine Abseitsstellung ist nicht die Annahme relevant, sondern das Abspiel. Und in der Situation waren a) der abspielende Spieler, b) der Ball und c) mindestens der vorletzte Abwehrspieler näher zum Tor als ich.
In der Folgezeit erarbeiteten wir uns noch ein paar Chancen, doch vermochten wir es nicht, den Ball im gegnerischen Gehäuse unterzubringen. Auf der Gegenseite hielt unser Torwart zwei, drei Mal glänzend und hielt uns so im Spiel. Und dann, drei Minuten vor Schluss, passierte das, was beim Halbzeitpfiff niemand für möglich gehalten hätte: der Ausgleich, nicht unverdient.
Wenig später wurde zuerst einer meiner Spieler ungerechtfertigterweise wegen Abseits zurückgefiffen, eine Minute vor Schluss noch einmal, diesmal allerdings zurecht. Vielleicht wäre es aber auch zu viel des Guten gewesen, hätten wir dieses Spiel sogar noch gewonnen. Das Spiel war ohnehin schon kurios genug - und alle acht Treffer der Partie fielen auf das gleiche Tor.

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Donnerstag, November 15, 2007

Die anderen Bayern?

Trikots, zum Zweiten.

Ich kann mir nicht helfen, aber immer, wenn ich den HSV im roten "Trikot Europa" (siehe Foto links oben) spielen sehe, fühle ich mich irgendwie an den FC Bayern erinnert. Zugegeben, die rennen dieses Jahr in der Regel mit rot-weißen Querstreifen auf der Vorderseite über den Platz (oder im schwarzen "Europaen Trikot", bei dem ich mich umgekehrt irgendwie an Olympique Lyon erinnert fühle - vergleiche die Trikots rechts), in den Vorjahren waren die Bayern jedoch meist mit einem komplett roten Oberteil unterwegs. Ein weiterer Faktor ist sicher auch der Ausrüster, der seit diesem Jahr (wieder) den HSV mit Trikots und weiterem Fußballerbedarf ausstattet und in dessen Klamotten sich die Münchener schon seit etlichen Jahren hüllen. Gäbe es da nicht ein paar untrügliche Zeichen, dass es sich doch um den HSV handelt (nicht zuletzt das Wappen, der Sponsoraufdruck, die zwei fehlenden Meistersterne), die Verwechslung wäre perfekt, vor allem, wenn man den ehemaligen Bayern-Spieler Guerrero (vgl. Fotos unten) sieht und nicht wüsste, aus welcher Saison die dazugehörigen Bilder wären. Auch abseits der Trikots erinnern die Hamburger diese Saison mitunter an die Bayern. Trainer Huub Stevens Devise "die Null muss stehen" verhalf dem HSV zum einen oder anderen knappen 1:0-Sieg - und das obwohl die Hamburger spielerisch nicht unbedingt glänzten (siehe z.B. das Gastspiel beim MSV Duisburg). Ergebnisse und Zustände, die man bei den Bayern in der Vergangenheit öfter gewohnt war (ich erinnere mich da z.B. an ein Spiel der Bayern bei Hannover 96, als die Münchener durch ein Tor von Owen Hargreaves in der 90. Minute siegten, obwohl sie bis dahin zwar die bessere Mannschaft waren, im Offensivspiel jedoch zumeist recht ideenlos agierten). Zumindest am letzten Spieltag war der HSV im roten Trikot besser unterwegs als die Münchener Bayern. Während Hamburg auf Schalke ein Unentschieden holte, gingen die Bayern vor allem in der ersten Hälfte bei den (wiedererstarkten) Stuttgartern unter. In Anlehnung an die Überschrift waren sie also vielleicht an vergangenen Wochenende "die besseren Bayern".
Ob das jedoch auch reicht, um den Bayern die Meisterschaft streitig zu machen oder den Titelkampf (zusammen mit den Bremern) zumindest so lange wie möglich offen zu halten, ist allerdings ein völlig anderes Thema. In der Hinrunde stehen mit Auswärtspartien bei Werder Bremen und dem Karlsruher SC noch zwei schwere Spiele an, die beiden verbleibenden Heimspiele bieten mit Hansa Rostock und Energie Cottbus zwei mitunter recht unangenehme Gegner. Mit einem guten Abschneiden in diesen Spielen kann man den Bayern wohl Paroli um die Herbstmeisterschaft geben, doch letztenendes ist diese nichts wert. Und die Rückrunde ist lang und man wird sehen müssen, ob der Hamburger SV die komplette Saison mit den Münchenern Schritt halten kann.

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Mittwoch, November 14, 2007

Das deutsche Trikot zur EM 2008

Gewöhnungsbedürftig (positiv ausgedrückt) ist das, was die deutsche Nationalmannschaft bei der EM im kommenden Sommer tragen wird. Das war das Ergebnis, das Sven und ich vorhin gefunden hatten (und wenn per google sucht, sind wir da nicht die Einzigen). Sven fühlte sich bei dem schwarzen Brustring an Bremsspuren erinnert, was einen eindeutigen Schluss darauf zulässt, wann dieses Trikot entworfen wurde: unmittelbar nach der Niederlage in der EM-Quali gegen Tschechien, als die deutsche Nationalmannschaft so richtig von den Tschechen überfahren wurde (0:3).

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Montag, Oktober 29, 2007

Mein Wochenende

Man kann nicht leugnen, dass mein Wochenende zumindest in fußballerischer Hinsicht ein voller Erfolg war. Meine Managermannschaften und die Tipprunden liefen soweit passabel, "mein" HSV hat gewonnen und ist an Werder vorbeigezogen und auch mit den eigenen Mannschaften lief's ganz gut. Unter der Woche hatte meine A-Jugend nach verschlafenen 10 Minuten (und 0:3 Rückstand) beinahe noch 5:4 gewonnen, das Unentschieden gegen den Tabellenersten war aber soweit ganz positiv zu bewerten (sieht man natürlich mal von der Anfangsphase ab). Am Freitag hatte mein Jugendteam aufgrund der Ferien dann spielfrei und so hatte ich Gelegenheit, bei der Alten Herren auszuhelfen, die personell ein wenig eng besetzt waren. Und es sollte recht bald der Startschuss für MEIN Wochenende werden. Bei der ersten Gelegenheit sprang mir der Ball noch ein wenig zu weit vom Fuß, bei der zweiten Möglichkeit konnte ein Verteidiger abblocken, doch die dritte Chance war ein Volltreffer. Halbrechte Position am Strafraum, aus der Drehung mit links draufgehalten und genau in den Winkel. Ein schönes Tor, doch noch gar nichts gegen das, was im Verlauf des ersten Durchganges noch folgen sollte. Nach einer zu lang geratenen Ecke kam ich, etwa anderthalb Meter von der Grundlinie und sechs, sieben Meter vorm (von der Seite) kurzen Pfosten an den Ball. Da ich nicht gleich angegriffen wurde, hatte ich kurz die Gelegenheit zu schauen, was sich vor dem Tor abspielte und entschied mich dazu, denn Ball per linkem Außenrist einfach mal in der Raum zwischen Torwart und Verteidiger zu hauen. Vielleicht würde ein Verteidiger das Ding ins eigene Netz bugsieren, vielleicht ein Mitspieler den Ball über die Linie drücken. Gesagt, getan, ich trat den Ball in die Mitte, ohne jedoch von Freund oder Feind berührt zu werden. Und so schlug der Ball dann an den langen Pfosten und trudelte dann längs der Torlinie ins Tor, um schließlich am kurzen Pfosten ins Netz einzuschlagen. In der zweiten Halbzeit konnte ich schließlich noch einen verlängerten Ball erlaufen und mit dem "schwachen" rechten aus ca. 14 Metern am herausgelaufenen Torhüter vorbeischieben. Damit war schließlich der 3:1 Erfolg der Alten Herren besiegelt.
Am Sonntag stand dann für meine Herrenmannschaft das Derby gegen den Nachbarort auf dem Plan und es sollte für mich erfolgreich weitergehen. Schon früh hatten wir die erste Ecke, die ein wenig zu weit an den Strafraum geriet. Einer meiner Stürmer kam an den Ball und schoss direkt, sein Ball wäre jedoch ins Aus gerollt. Doch ich bekam ca. vier Meter vor dem Tor meinen Fuß an den Ball und lupfte ihn hoch, über meinen Gegenspieler, um ihn schließlich per Kopf ins Tor zu drücken. Prinzipiell auch ein schönes Tor. Im weiteren Verlauf der Partie hatte der Gegner zwar mehr vom Spiel, das nächste Tor machten wir aber wieder (ohne meine aktive Beteiligung). Nach der Pause kam der Gegner zum Anschlusstreffer und hätte wenig später ausgleichen können, traf jedoch nur den Außenpfosten. Etwa zehn Minuten vor Schluss dann die Erlösung. Der Schiedsrichter legte das passive Abseits eines Mitspielers glänzend aus, da dieser keine Anstalten machte, zum Ball zu gehen, und ließ das Spiel weiterlaufen. Bei den Schiris in unserer Klasse schon etwas besonderes, auch wenn es das eigentlich nicht sein sollte. Ich reagierte am schnellsten und konnte allein auf's Tor zugehen. Der gegnerische Keeper war zwar herausgelaufen, doch ich schlenzte den Ball mit links an ihm vorbei ins Tor: 3:1 für uns - auch der Endstand.
Zwei Spiele an drei Tagen mit fünf Toren von mir - es könnte kaum besser laufen. Am nächsten Freitag soll ich erneut bei den Alten Herren aushelfen, doch so gut wie am abgelaufenen Wochenende dürfte es nicht wieder werden.

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Donnerstag, Oktober 18, 2007

Manöverkritik

Die deutsche Mannschaft hat sich an den Schachzug, absichtlich zu verlieren, gehalten. Sie hat es nur ein wenig zu offensichtlich umgesetzt. Meine persönliche Einzelkritik.

Tor: Beim 0:2 schnell unten. Machte so die lange Ecke auf. Gut so.

Innenverteidigung: Ein Stellungsspiel wie Schweizer Käse. Aber das äußerst überzeugend. Bei 0:1 gut gestanden - anstatt mitzugehen.
Außenverteidigung: Jansen stark in der Vorwärtsbewegung, sorgte damit für notwendige Freiräume hinten (0:3).

Zentrales Mittelfeld: Emsig dabei, Lücken in der eigenen Hintermannschaft entstehen zu lassen, in die die Tschechen immer wieder stoßen konnten (0:2, 0:3). Im Abschluss nach vorne gewollt harmlos.
Außenbahnen: Odonkor bei seinen Flanken mit einem Auge für die Mitspieler. Dort wo die waren, kam der Ball nicht hin. Trochowski mit dem gezielten Haken zuviel.

Sturm: Podolski hat am Spiel teilgenommen. Kuranyi sehr präzise im Abschluss - immer knapp vorbei. Muss man auch erstmal so gezielt hinbekommen.

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Dienstag, Oktober 16, 2007

Absichtlich verlieren?

Manchmal bieten Rechenspiele doch recht bizarre Lösungen. Die 11 Freunde hatte vor einer Weile mal über einen ostdeutschen Verein geschrieben (Brandenburg?), der durch eine Niederlage in den UEFA-Cup eingezogen wäre. Doch durch einen Sieg standen sie später mit leeren Händen da. Und auch in Christoph Biermanns "Fast alles über Fußball" wird ein Szenario geschildert, in dem ein Eigentor zum Sieg verholfen hätte. Klingt komisch, ist es auch - und auch der deutschen Nationalmannschaft täte es vielleicht besser, morgen gegen die Tschechen zu verlieren, um nicht als beste Mannschaft der Qualifikation als Gruppenkopf bei der EM im nächsten Jahr zu enden.
Denn zwei der vier Gruppen sind durch die gastgebenden Nationen (Österreich und Schweiz) belegt, sollten sich die Griechen qualifizieren (und deren Chancen stehen nicht schlecht), führen sie als amtierenden Europameister eine weitere Gruppe an. Bleibt ein Gruppenkopf, den die beste Mannschaft der Qualifikation zu dieser EM und der letzten WM (Sonderfall Deutschland: nur EM-Quali, weil bei der letzten WM bekannterweise als Gastgeber automatisch dabei) stellen wird. Dafür landen dann Mannschaften wie England, Frankreich, Italien (wenn sich die Schotten qualifizieren, bleibt eine der beiden letztgenannten Nationen sogar zu Hause), die Niederlande oder Portugal in Topf 2 und können alle dem letzten Gruppenkopf zugelost werden. Und in Topf 3 warten dann auch noch weitere unangenehme Gegner.
Um ein Abschneiden wie bei den letzten beiden Europameisterschaften zu vermeiden, wäre eine einfache Gruppe sicher förderlich. Und wenn man mit Italien oder England in einem Topf steckt kann man nicht in der Gruppenphase auf sie treffen. Zwar hätte man eine Möglichkeit von 25%, in die Gruppe mit dem besten Qualifikanten (obengenannte Nationen: Italien, England, Portugal - vielleicht aber auch Polen?) zu landen, doch auf der anderen Seite warten dort drei vermeintlich leichte Gruppenköpfe. Zugegeben, die Schweiz ist nicht zu unterschätzen und wenn die Griechen an die Leistungen der letzten EM anknüpfen, wird es auch nicht einfach. Und zu 25% könnte man mit Österreich auch auf den einfachsten Gruppenkopf (bei den derzeitigen Leistungen) treffen, deren Fans zum Teil schon per Petition auf einen Verzicht der eigenen Mannschaft auf das Turnier drängen (allerdings wohl erfolglos).
In diesem Licht erscheint es tatsächlich besser, gegen Tschechien absichtlich zu verlieren, um so eine einfachere Gruppe zugelost zu bekommen. Aber wenn man Europameister werden möchte (diese Zielsetzung hört man ja des Öfteren), muss man letztlich jeden schlagen, der einen in den Weg kommt, ob es nun in der Vorrunde ist oder im Halbfinale. Und so gesehen ist es dann egal, wer dann bei einem in der Gruppe steckt.

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Dienstag, Oktober 09, 2007

Es hätte schlimmer sein können

Die UEFA-Cup-Auslosung hat gerade die Gruppen ausgespuckt und "mein" HSV ist dabei recht gut weggekommen im Vergleich zu den Teams, die hätten kommen können. Basel als Gruppenkopf der Gruppe D, Stade Rennes, Dinamo Zagreb (schlug Ajax) und Brann Bergen (warf den FC Brügge raus). Allesamt nicht unbedingt Mannschaften, die man heutzutage als internationales Kaliber bezeichnen müsste, nichtsdestotrotz (man beachte die rausgeworfenen Gegner) kann man nicht von einer einfachen Aufgabe sprechen. Prognose: Hamburg kommt weiter.
Da sieht es bei den anderen deutschen Teams zum Teil schon deutlich heftiger aus. Nürnberg hat's natürlich aufgrund der Zuordnung in den vierten von fünf Töpfen von Vornherein nicht einfach gehabt, das Losglück hat sie aber auch nicht gerade beschenkt: Alkmaar, Zenit St. Petersburg und Everton werden keine einfachen Aufgaben für den Club in Gruppe A. Larissa stellt sich da nominell als die einfachste Aufgabe dar, hat aber in der ersten Runde immerhin einen englischen Vertreter (Blackburn) aus dem Wettbewerb gekegelt. Nürnberg wird's schwer haben, in die Zwischenrunde einzuziehen.
Leverkusen hat in Gruppe E mit Sparta Prag, Spartak Moskau und dem FC Toulouse auch keine einfachen Gegner bekommen - wobei es einfache Gegner ohnehin nicht mehr zu geben scheint (man schaue sich das Sterben der italienischen und holländischen Mannschaften in der ersten Runde an - ein Problem, wenn man drei, vier Mannschaften in der Liga hat, welche die Liga dominieren und der Rest nicht über die nötige Klasse verfügt?). Der FC Zürich ist ein unbeschriebenes Blatt auf internationaler Ebene sein, aber als amtierender schweizer Meister auch nicht zu unterschätzen. Leverkusen sollte es aber dennoch schaffen, die Gruppenphase zu überstehen.
Und die Bayern? Haben mit den Bolton Wanderers und Roter Stern Belgrad ebenfalls namhafte Gegner erwischt. Sporting Braga und Aris Saloniki kompletieren die Gruppe F. Insgesamt sollte es für die Bayern recht unproblematisch werden, sich für die nächste Runde zu qualifizieren.

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Mittwoch, September 26, 2007

Für Ulrike

Wer den Schaden hat, braucht für den Spott bekanntlicherweise nicht zu sorgen. Nachdem ich von Ulrike letztens nach der Niederlage des HSV in Frankfurt ein wenig Häme hinnehmen musste, kommt jetzt das Revanchefoul. Ein herzlicher Dank geht dabei an die Vorschauoption bei Trikots mit Individualflock des HSV-Onlineshops.

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Donnerstag, September 20, 2007

Basisarbeit IV

Fußball an der Basis könnte eigentlich ganz schön sein. Aber irgendwie gibt es immer irgendwelche Faktoren, die einem den ganzen Spaß vermiesen. Beispiel 4: Die Gegner.

Zugegeben, es gibt Mannschaften, gegen die man gerne spielt. Nicht unbedingt, weil man sie immer wieder schlägt, sondern weil sie menschlich in Ordnung sind. Auf der anderen Seite hat man allerdings auch jede Menge Leute, für die das Wort "Dorfbratze" noch eine nette Bezeichnung ist. Aber warum sollte es da anderen Mannschaften besser gehen als der eigenen? Das Dumme daran ist nur, dass es mitunter gerade diese geistig eher minderbemittelten Spieler sind, die beim Gegner fussballerisch herausragen. Das alte Sprichwort "das Glück ist mit den Dummen" greift da leider nur viel zu oft. Wenn sich das ganze nur auf's Spielfeld beschränken würde, wäre die Angelegenheit auch nur halb so schlimm, doch bei den meisten ist es natürlich nicht der Fall. Und bei einigen Mannschaften beschränkt es sich nicht nur auf die Spieler. Wenn man dann manchmal hört, was der eine oder andere "Trainer" bzw. "Betreuer" so von sich gibt, möchte man sich nur noch an den Kopf fassen aufgrund der nicht vorhandenen Qualität der Aussagen.
Die Zweite des SVS ist eines der Teams, auf die das erste zutrifft. Vor dem Spiel kann man sich am Besten Schienbeinschoner für vorne und hinten anziehen, da man schon im Voraus weiß, dass es meistens auf die Knochen geht. Und dann pfeifen natürlich auch die schlechtesten Schriris des Kreises. Vielleicht pfeift auch einer der besseren, aber etwas unausgewogen (natürlich nicht zu unseren Gunsten - von hinten umgesenst, aber der Ball ist da ja doch irgendwie mit dem kleinen Zeh berührt worden, also weiterspielen). Oder unser Gegner von vor zwei Wochen. Mein Gegenspieler dumm wie Brot, einer der beiden Stürmer auch. Die Aussagen des Mittelfeldmotors konnte man alle in die Tonne kloppen und die des Trainers am Rand gleich mit. Dummerweise verliert man dann gerade solche Spiele auch, was das Ganze doppelt bitter macht.
Da spiele ich doch lieber gegen Sterns Zweite, auch wenn ich weiß, dass der "Sechser" während des Spiels gnadenlos durchzieht. Aber nach dem Spiel ist er der Erste, der einem die Hand gibt. Oder gegen die Vertretungen der Nachbarvereine. Die kennt man schon seit Jahren und während des Spiels schenkt man sich wenig bis gar nichts (Derby halt), doch bis zum nächsten Spiel herrscht wieder ein gutes Verhältnis.

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