Mittwoch, Februar 06, 2008

Frühstück

"Himbeereis zum Frühstück" sang irgendwann mal so ein Schlagerbarde. Eis war's zwar nicht, was ich heute morgen zum Frühstück hatte, Himbeertorte (das letzte Stück, das vom gestrigen Tag übrig geblieben war) qualifiziert sich allerdings auch nicht gerade als Standardfrühstücksprodukt (dazu gab's übrigens - auch nicht gerade alltäglich zum Frühstück - Schokopudding). Eigentlich wollte ich auch eher was von den Brownies futtern, die es ebenfalls gestern Nachmittag gab, aber die hab ich heute morgen irgendwie nicht gefunden.

Himbeertorte und Brownies lassen jetzt vermutlich den Verdacht aufkommen, dass es gestern irgendwas zu feiern gab. Gab es auch, meinen Geburtstag, um genau zu sein. Das ganze ging natürlich auch einher mit ein paar schönen Geschenken: mein Lieblingsfußballschuh als Stollenvariante (kann man beim derzeitigen Wetter vielleicht auch besser gebrauchen), ein bisschen was zum Lesen (ein Buch und eine Zeitschrift), zwei Gläser für den stilvollen Biergenuss (ein Duckstein-Glas und ein Erdinger Colani-Glas), dazu ein kleiner Korb mit gutem Bier und einer mit dazu passendem Knabberzeug. Der nächste Fernsehabend (oder die nächste nette kleine Feier) kann kommen.

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Montag, Oktober 29, 2007

Mein Wochenende

Man kann nicht leugnen, dass mein Wochenende zumindest in fußballerischer Hinsicht ein voller Erfolg war. Meine Managermannschaften und die Tipprunden liefen soweit passabel, "mein" HSV hat gewonnen und ist an Werder vorbeigezogen und auch mit den eigenen Mannschaften lief's ganz gut. Unter der Woche hatte meine A-Jugend nach verschlafenen 10 Minuten (und 0:3 Rückstand) beinahe noch 5:4 gewonnen, das Unentschieden gegen den Tabellenersten war aber soweit ganz positiv zu bewerten (sieht man natürlich mal von der Anfangsphase ab). Am Freitag hatte mein Jugendteam aufgrund der Ferien dann spielfrei und so hatte ich Gelegenheit, bei der Alten Herren auszuhelfen, die personell ein wenig eng besetzt waren. Und es sollte recht bald der Startschuss für MEIN Wochenende werden. Bei der ersten Gelegenheit sprang mir der Ball noch ein wenig zu weit vom Fuß, bei der zweiten Möglichkeit konnte ein Verteidiger abblocken, doch die dritte Chance war ein Volltreffer. Halbrechte Position am Strafraum, aus der Drehung mit links draufgehalten und genau in den Winkel. Ein schönes Tor, doch noch gar nichts gegen das, was im Verlauf des ersten Durchganges noch folgen sollte. Nach einer zu lang geratenen Ecke kam ich, etwa anderthalb Meter von der Grundlinie und sechs, sieben Meter vorm (von der Seite) kurzen Pfosten an den Ball. Da ich nicht gleich angegriffen wurde, hatte ich kurz die Gelegenheit zu schauen, was sich vor dem Tor abspielte und entschied mich dazu, denn Ball per linkem Außenrist einfach mal in der Raum zwischen Torwart und Verteidiger zu hauen. Vielleicht würde ein Verteidiger das Ding ins eigene Netz bugsieren, vielleicht ein Mitspieler den Ball über die Linie drücken. Gesagt, getan, ich trat den Ball in die Mitte, ohne jedoch von Freund oder Feind berührt zu werden. Und so schlug der Ball dann an den langen Pfosten und trudelte dann längs der Torlinie ins Tor, um schließlich am kurzen Pfosten ins Netz einzuschlagen. In der zweiten Halbzeit konnte ich schließlich noch einen verlängerten Ball erlaufen und mit dem "schwachen" rechten aus ca. 14 Metern am herausgelaufenen Torhüter vorbeischieben. Damit war schließlich der 3:1 Erfolg der Alten Herren besiegelt.
Am Sonntag stand dann für meine Herrenmannschaft das Derby gegen den Nachbarort auf dem Plan und es sollte für mich erfolgreich weitergehen. Schon früh hatten wir die erste Ecke, die ein wenig zu weit an den Strafraum geriet. Einer meiner Stürmer kam an den Ball und schoss direkt, sein Ball wäre jedoch ins Aus gerollt. Doch ich bekam ca. vier Meter vor dem Tor meinen Fuß an den Ball und lupfte ihn hoch, über meinen Gegenspieler, um ihn schließlich per Kopf ins Tor zu drücken. Prinzipiell auch ein schönes Tor. Im weiteren Verlauf der Partie hatte der Gegner zwar mehr vom Spiel, das nächste Tor machten wir aber wieder (ohne meine aktive Beteiligung). Nach der Pause kam der Gegner zum Anschlusstreffer und hätte wenig später ausgleichen können, traf jedoch nur den Außenpfosten. Etwa zehn Minuten vor Schluss dann die Erlösung. Der Schiedsrichter legte das passive Abseits eines Mitspielers glänzend aus, da dieser keine Anstalten machte, zum Ball zu gehen, und ließ das Spiel weiterlaufen. Bei den Schiris in unserer Klasse schon etwas besonderes, auch wenn es das eigentlich nicht sein sollte. Ich reagierte am schnellsten und konnte allein auf's Tor zugehen. Der gegnerische Keeper war zwar herausgelaufen, doch ich schlenzte den Ball mit links an ihm vorbei ins Tor: 3:1 für uns - auch der Endstand.
Zwei Spiele an drei Tagen mit fünf Toren von mir - es könnte kaum besser laufen. Am nächsten Freitag soll ich erneut bei den Alten Herren aushelfen, doch so gut wie am abgelaufenen Wochenende dürfte es nicht wieder werden.

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Mittwoch, Oktober 10, 2007

Die fünfte Jahreszeit

Das Münchener Oktoberfest wird gern als die fünfte Jahreszeit bezeichnet, der Bremer Freimarkt manchmal auch. Vielleicht auch der Kramermarkt in Oldenburg und die Cannstatter Wasen. Für uns Ostfriesen dürfte dementsprechend der Gallimarkt unsere fünfte Jahreszeit sein. Und dazu gehört natürlich auch der Viehmarkt, der derweil schon in vollem Laufe sein dürfte.
Zu dieser Stunde wird der 499. Gallimarkt eingeläutet, im wahrsten Sinne des Wortes. Die drei heiligen Könige, Pardon, die drei Stadtherolde marschieren durch die Stadt. Der Trommler schlägt seine Trommel, der Ausrufer bimmelt mit seiner Glocke. Der Helebardenträger läuft nebenher. An etlichen Einrichtungen in der Stadt kommen sie vorbei, halten an und machen ein wenig Lärm. Weiß zwar jeder, dass der Gallimarkt heute anfängt, aber es kann ja nicht schaden. Und so wird vom Ausrufer dann folgendes verkündet:

Radeau, radeau, raditjes doe,
de Stadt, de hört de König toe,
radeau, redeau, raditjes dum!
De Börgermester lett verbeden:
nümms mag kopen of verkopen,
bevör de Klocke negen sleit,
bi Verlüß van Goederen.
Un all, watt over tein Pund weggt,
is na de Waage zu brengen,
un darno fiev Dag free Markt.

Und just in diesen Minuten dürfte der Bürgermeister am Rathaus stehen, eine Rede schwingen und dann im Anschluss, um 11:30 Uhr den Markt eröffnen. Dann heißt es fünf Tage Ausnahmezustand in Leer. Schade nur, dass ich diese großen Menschenmassen nicht mag.

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Donnerstag, Juli 26, 2007

Deine gute Tat

Halblanges, straßenköterblondes Haar quellte unter dem Fahrradhelm hervor, nur mühsam von diesem und seinen Befestigungsriemen im Zaum gehalten. Die Spitzen der Haare fielen auf das blaue Hemd, dessen Kragen von einem gelb-blauen, aufgerolltem Tuch umrahmt wurde. Bis dahin machte der Pfadfinder noch keinen besonderen Eindruck auf mich, allenfalls ein müdes Grinsen wäre mir beim Anblick des wohl kurz vor der Pubertät stehenden Teenagers vielleicht über die Lippen gekommen, als er dort, auf der anderen Seite der Ampel, mit seinem Rad wartend stand. Doch rasch wurde aus rot grün und in meinem Gesicht breitete sich alsbald heiteres Amüsement aus. Der Farbwechsel war das Startsignal für ungewollte Situationskomik: Wie bei einem Frosch in der Balzzeit plusterten sich die Backen auf, die junge, noch nie rasierte Haut scheinbar bis auf's äußerste gespannt. Und im kleinsten Gang, mit hoher Frequenz tretend und mit weit nach außen gestreckten Ellenbogen, ging es über die Kreuzung. Vielleicht zwei Sekunden währte dieses Schauspiel, dann war er an mir vorbei. Zum Glück, denn hätte sich dieses Schauspiel für mich länger hingezogen, wäre ich vermutlich schallend lachend vom Rad geplumpst. So aber reichte es, aus einer vorher eher mürrischen Visage schnell ein erheitertes Gesicht zu fabrizieren. Jeden Tag eine gute Tat...

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Dienstag, Juni 26, 2007

Titan? Eher Blei

H. wäre gerne Titan. Zumindest trägt er beim Kicken immer ein Torwarttrikot des Münchener Schlussmannes Oliver Kahn. Dem sagt man ja gerne mal nach (bzw. Torhütern im Allgemeinen) dass er "einen an der Klatsche" hat, ob nun positiv verrückt oder wie auch immer. Damit beginnen die Gemeinsamkeiten dieser beiden Personen, doch zugleich enden sie hier auch schon. Während der Titan schon das eine oder andere Spiel für seine Mannschaft gewonnen hat, ist es bei H. umgekehrt. Glücklicherweise spielt er nur beim Hobbykicken, so dass dabei keine Punkte flöten gehen, doch für das eine oder andere Gegentor ist er in jedem Spiel gut. Das Problem daran ist, dass er es nicht einsehen will, dass es seine Fehler waren, die das eine oder andere Tor verschuldeten. Er schiebt es gerne auch andere Einflüsse. Sicherlich kann man sagen, dass man den und den nicht so frei zum Schuss kommen lassen dürfe, der Verteidiger also nicht seiner Arbeit nachgegangen ist, wenn man allerdings angeschossen wird und sich den Ball dann selbst ins Tor boxt, kann auch ein Verteidiger nichts dafür. Lustig ist es auch immer wieder anzusehen, wenn er einem Ball hinterherspringt. Oder genauer: hinterherfällt! H. steht dann da, mit weit zur Seite ausgebreiteten Armen und dann, wenn der Ball ihn gerade passiert, steht er da immer noch so für eine Sekunde, ehe er quasi in Zeitlupe dem Ball, der dann entweder schon im Tornetz eingeschlagen hat oder schon drei, vier Meter im Toraus ist, hinterherhüpft.
Wobei das noch gar nicht das Schlimmste an ihm, wenn man in der anderen Mannschaft spielt, ist es sogar recht hilfreich, es sei denn, der eigene Ästhetiksinn (generell schlecht für einen Fußballer, zumindest während eines Spiels) steht einem im Weg. Sein Mundwerk ist es, was einem an diesem Kerl am meinsten nervt. Zum einen das, was er sagt (wobei man von einem Vierzehnjährigen(?) natürlich noch nichts Weltbewegendes erwarten darf), aber auch, wie er es sagt, nämlich mit einer nicht gerade geringen Lautstärke, die für mich schon an der Grenze des Schreiens anzusiedeln ist. Und dann labert er auch noch pausenlos und man schreibt sich in Gedanken schon mal Panzertape als Mitbringsel für das nächste Mal auf. Und während die anderen kleinen Jungs dort noch alle den nötigen Respekt gegenüber haben und einen nicht einfach anquatschen, ist H. in dieser Hinsicht ein ganz anderer Schlag. Er quatscht sich einfach dich, mit blödem Zeug, was man in der Regel entweder selbst schon weiß (Oh, du trägst ein Deportivo La Coruna-Trikot, die spielen in Spanien in der ersten Liga...) oder gar nicht interessiert. Irgendjemand meinte mal, er sei irgendwie Autist, wenn auch nicht ausgeprägt (was laut anderen aber auch nicht stimmt), doch das ändert nichts daran, dass ich ihn nicht nicht mögen darf (wobei es natürlich leicht ist, ein Kind zu verabscheuen).
Gestern, es goss bei meiner Ankunft in Leer in Strömen, so dass ich in der Innenstadt darauf wartete, dass es abtrocknete, lief dann auch ausgerechnet er mir über den Weg. Ich hatte (laut!) Musik auf den Ohren, während ich mein Rad abschloss, als er mit seiner blonden Rastalockenmähne auf mich zugelatscht kam. Ich nahm meine (deutlich sichtbaren) Ohrstöpsel nicht raus und sah so nur, dass er wohl mit mir redete. Nach einer knappen Minute nahm ich mir dann doch mal die Dinger aus den Ohren, man ist ja wenigstens ein bisschen höflich. Er laberte mich über's Wetter an, dass es ja stark regnete (war ja nicht zu übersehen). Ich ließ ihn stehen.

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Mittwoch, Mai 23, 2007

Finale für die Ewigkeit (IV)

Das Spiel dauert 90 Minuten, hatte Sepp Herberger einst gesagt. Dass dieser Spruch heutzutage längst nicht mehr zutrifft, darüber können vor allem die Bayern aus München berichten. 2001 brachte ihnen Partik Andersons Hammer in der Nachspielzeit die Meisterschaft. Und dann ist da noch die "Mutter aller Niederlagen". So hatte Oliver Kahn, Bayerns Keeper, das Champions League Finale 1999 mal getauft. Eigentlich war das Spiel kein berauschendes und hätte es nicht verdient gehabt, sich sonderlich lange daran zu erinnern, hätte es da an diesem Abend in Barcelona nicht die, aus Bayern-Sicht so traumatische, Nachspielzeit gegeben.

Früh hatte Mario Basler mit einem Freistoß für die Führung gesorgt. Die frühe Führung spielte den Bayern in die Hand. Man überließ ManU das Spiel und verlegte sich auf's Kontern. Manchester zeigte sich bemüht, ohne jedoch großartig zu Chancen zu kommen. Bayern tat nicht mehr als nötig und hatte Pech, als Mehmet Scholl gute zehn Minuten vor Schluss nur den Pfosten traf. Bayern-Trainer Hitzfeld wechselte dann in der Schlussphase (im Angesicht des fast sicheren Triumphs?) mit Lothar Matthäus und Mario Basler zwei wichtige Stützen des Teams aus. Die reguläre Spielzeit war gerade abgelaufen, als Manchester United einen Eckball zugesprochen bekam. Sogar ManU-Torwart Schmeichel machte sich auf in den gegnerischen Strafraum. David Beckham brachte den Ball in die Mitte und dort brachte schließlich Oldie "Teddy" Sheringham den Ball im Bayern Tor unter. Die Engländer hatten sich zumindest in die Verlängerung gerettet. Doch noch waren die angezeigten drei Minuten Nachspielzeit nicht abgelaufen. Erneut gab es Eckball für United und wieder war es Beckham, der die Ecke trat. Das Bayern-Unheil nahm in Person von Ole Gunnar Solskjaer seinen Lauf: er erzielte das 2:1 für die Engländer. Dann war Schluss, Bayern hatte den über 84 Minuten sicher geglaubten Titel in letzter Minute verloren.

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Finale für die Ewigkeit (III)

Gelingt dem AC Mailand heute die Revanche für das verlorene Finale von 2005? Na ja, als Sympathisant der "Reds" aus Liverpool hoffe ich natürlich nicht. Allerdings befürchte ich auch, dass es kein so berauschendes Spiel sein wird wie vor zwei Jahren. Und wann, wenn nicht heute, könnte man am besten darüber berichten?

Eigentlich hatte ich ein taktisch geprägtes Spiel erwartet, ein müdes, eher unansehliches Spiel, bei der die Mannschaft gewinnt, die das erste Tor macht. Dann kam es allerdings ganz anders, was jeder (neutrale) Zuschauer befürworten mochte. Ich selbst hatte an diesem Mittwoch zunächst Training und verpasste so fast die komplette erste Halbzeit. Die Taktik ging jedoch schon in der ersten Minute über Bord, als Maldini zum 1:0 traf. Liverpool musste aufmachen, tat dies auch und lief zum Ende der ersten Hälfte in zwei Konter. Hernan Crespo sorgte in der 39. und 44. Minute für eine komfortable 3:0-Halbzeitführung. Genau zum 3:0 hatte ich unsere Vereinskneipe betreten und musste ob des Ergebnisses erstmal staunen. Der Drops schien gelutscht, dachte man, bei diesem dominanten Auftreten der Mailänder sollten sie sich das Spiel nicht mehr aus der Hand nehmen lassen. Doch dann kam das, was man als "rotes Wunder von Istanbul" bezeichnen könnte. Innerhalb von nur sechs Minuten gelang es Liverpool, auf 3:3 heranzukommen. In der 54. Minute war es Steven Gerrard per Kopf, zwei Miunten später traf Smicer aus der Distanz und wenig später wurde Gerrard im Strafraum gefoult: Elfmeter. Den Schuss von Xabi Alonso konnte Mailands Torhüter Dida noch abwehren, doch gegen den Nachschuss war er machtlos. Alles war wieder offen und die "Reds" schienen am Drückern. Milan wackelte, doch fiel es nicht. Weder in der noch verbliebenen regulären Spielzeit, noch in der Verlängerung, als die Rot-Schwarzen das Spiel wieder leicht dominierten, doch die Entscheidung blieb aus. Shevshenko hatte sie in der 118. Minute zwar auf dem Fuß, doch Liverpools Keeper Dudeks starke Phase hatte mit seiner Parade dort gerade erst begonnen. Das Elfmeterschießen musste also für die Entscheidung sorgen. Milan begann mit Serginho, doch der verschoss. Im Gegenzug besorgte Dietmar Hamann, mit dessen Einwechslung zur Halbzeit die Wende des Spiels erst begonnen hatte, die Führung Liverpools. Als nächstes Pirlo für die Italiener, doch er scheiterte an Dudek. Cissé brachte Liverpool mit 2:0 in Front, ehe Jon Dahl Tomasson als dritter Schütze für Mailand verkürzte. Dann Hoffnung für die Milan-Fans: Dida hielt Riises Strafstoß. Kaka gelang der Ausgleich, doch Smicer erzielte die erneute Liverpooler Führung. 3:2 für die "Reds" und Milans letzter Schütze stand bereit. Es war Andriy Shevshenko. Doch wie schon in der 118. Minute aus dem Spiel heraus scheiterte er auch vom Elfmeterpunkt an Dudek. Liverpool hatte, in Anbetracht des Halbzeitstandes, die Sensation geschafft und das Spiel - und somit die Champions League - noch gewonnen.

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Mittwoch, Mai 16, 2007

Finale für die Ewigkeit (II)

Heute ist es soweit, in Glasgow steigt am Abend das UEFA-Cup-Finale. Es stehen sich mit Titelverteidiger FC Sevilla und Espanyol Barcelona zwei spanische Mannschaften gegenüber. Der FC Sevilla könnte eine spanische Tradition fortsetzen und es dem FC Barcelona (1958 und 60 - 59 gab es in der Anfangsphase des UEFA-Cups - bzw. des Messepokals - keinen Wettbewerb), dem FC Valencia (62 und 63) und Real Madrid (85 und 86) nachmachen, den Erfolg auch beim darauffolgenden Mal zu wiederholen. Espanyol steht zum zweiten Mal im Finale und ist der vermeintliche Außenseiter.

Das waren die Spanier damals, bei ihrer ersten Finalteilnahme 1988 auch. Der Gegner kam aus Deutschland und hieß Bayer Leverkusen (die im Halbfinale Werder Bremen ausschalten konnten - ein Omen für dieses Jahr?). Damals wurde das Finale noch in dem alten Modus mit Hin- und Rückspiel ausgetragen und das Hinspiel in Spanien hatte Espanyol überraschend deutlich mit 3:0 gewonnen. 14 Tage später stand das Rückspiel in Leverkusen an. Eigentlich eine sichere Sache, sollte man annehmen: die Spanier sollten sich diesen Vorsprung wohl kaum nehmen lassen. Vor allem wenn man bedenkt, dass es mit einem 0:0 in die Halbzeitpause ging. Leverkusen hatte nur noch 45 Minuten Zeit, um drei Tore zu schießen (und dabei keines zu kassieren). In der 58. Minute dann das 1:0 für die Leverkusener, Torschütze war der Brasilianer Tita. Nur fünf Minuten später das 2:0 durch den ehemaligen Berliner Trainer Falko Götz. Ein Tor noch. Und es fiel! In der 81. Minute erlöste Bum Kun Cha die Fans durch seinen Treffer. 3:0 hieß es dann auch beim Schlusspfiff. Hin- und Rückspielergebnis waren genau gleich, keine auswärts mehr erzielten Treffer konnten den Ausschlag für einen Sieger geben. Also musste die Verlängerung her, doch die blieb torlos. Elfmeterschießen, reine Nervensache. Die Spanier beginnen und treffen durch Pichi Alonso, der erste Leverkusener, Ralf Falkenmeyer, verschießt. Espanyol erhöht durch Job auf 2:0, doch Wolfgang Rolff verkürzt im Gegenzug. Dann der nächste Spanier. Rüdiger Vollborn hampelt und wackelt auf der Linie, fuchtelt mit den Armen. Scheinbar hilft es, der Ball von Urkiaga klatscht an die Latte. Leverkusen hat durch Waas die Chance zum Ausgleich - und trifft. Jeder Seite hatte drei Schützen, es steht 2:2. Wieder Espanyol am Zug, Zuniga schießt - und Vollborn hält. Klaus Täuber kann die Leverkusener anschließend zum ersten Mal im Elfmeterschießen in Führung bringen. Der letzte Spanier, Losada, tritt an und muss treffen, um seiner Mannschaft die Chance auf den Titel zu erhalten, in der Hoffnung, dass N'Kono, Espanyols Torhüter, dann den letzten Ball parieren kann. Doch es kommt anders. Wieder zappelt und wackelt und wedelt Vollborn was das Zeug hält und zieht Losada damit scheinbar den Zahn, denn sein Schuss geht über das Tor. Riesengroß der ausbrechende Jubel auf deutscher Seite, der letzte Schütze braucht nicht mehr antreten, der UEFA-Pokal ist gewonnen.

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Montag, Mai 14, 2007

Finale für die Ewigkeit (I)

Es ist Mai. Bald ist es wieder mal soweit, die ganzen Finalspiele stehen vor der Tür - UEFA-Cup, Champions League, DFB-Pokal. Mit der Partie FC Liverpool - AC Mailand hat man in der Königsklasse die Neuauflage des grandiosen Endspiels von 2005. Vielleicht ein Grund, mal an denkwürdige Finalspiele (die ich irgendwie mitbekommen habe) zu erinnern. Sicher wäre besagtes CL-Finale von 2005 ein prima Anfang, doch mein persönliches Lieblingsfinale ist ein anders. In der Hauptrolle: auch der FC Liverpool. Es war 2001 - UEFA-Cup gegen CD Alaves aus Spanien. Letztere hatten im Halbfinale den letzten deutschen Vertreter 1.FC Kaiserslautern förmlich deklassiert, Liverpool hatte sich knapp gegen den FC Barcelona durchgesetzt. Und dann kam dieser denkwürdige, weil tragisch abschließende Abend im Dortmunder Westfalensation.

Schon früh gingen die "Reds" durch ein Tor von Babbel in Führung (3.), nach einer Viertelstunde erhöhte Steven Gerrard auf 2:0. Doch die Spanier verkürzten nach einer knappen halben Stunde. Der Torschütze Alonso war erst wenige Minuten zuvor eingewechselt worden. Doch noch vor der Pause stellte Liverpool den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her. McAllister traf per Elfmeter nach Foul an Michael Owen. Vielleicht waren sich die Liverpooler angesichts der Führung zu sicher, denn gleich nach der Pause sorgte ein Doppelpack von Javi Moreno für den überraschenden Ausgleich. In der 73. Minute brachte Robbie Fowler die "Reds" erneut in Führung (4:3), doch die Spanier kämpften sich noch einmal zurück und gleichen durch Jordi - den Sohn des großen Johan - Cruyff kurz vor Ende der regulären Spielzeit zum 4:4 aus.
Durchatmen, Verlängerung. Zu der damaligen Zeit gab es noch die Entscheidung durch Golden Goal, d.h. sollte es einem der beiden Teams gelingen, in der Verlängerung ein Tor zu schießen, war das Spiel sofort zu Ende und die erfolgreiche Mannschaft ging als Sieger vom Platz.
Ab der 99. Minute spielten die Spanier nur noch zu zehnt, nachdem der Brasilianer Magno mit Gelb-Rot vom Feld musste. Vier Minuten vor Schluss der Verlängerung erwischte es den zweiten Spanier, Verteidiger Karmona, ebenfalls mit Gelb-Rot. Die Spanier also nur noch zu neunt auf dem Spielfeld. Drei Minuten waren noch zu spielen in einer Partie, die eigentlich keinen Sieger verdient hatte. Drei Minuten mussten die tapferen Spanier in Unterzahl noch durchhalten bis zur großen Lotterie des Elfmeterschießens. Drei Minuten noch, als eine Flanke aus dem linken Halbweg in den Strafraum der Spanier kam, zu weit vor das Tor gezogen und eigentlich eine sichere Beute für den Keeper des CD Alaves. Doch ein fatales Missverständnis zwischen ihm, dem Argentinier Herrera, und seinem Vordermann Geli besorgte den tragischen Schlusspunkt dieses Finales. Geli versuchte, den Ball per Kopf zu klären, erwischte ihn jedoch nicht richtig und beförderte ihn über den herausgelaufenen Torwart ins eigene Netz. Das Golden Goal, der Sudden Death für die Spanier, ein Eigentor, das Liverpool zum UEFA-Cup-Sieger 2001 machte.

Schade nur, dass diese verbleibenen drei Minuten aufgrund des Reglements nicht mehr gespielt wurden, ich bin mir beinahe sicher, dass hier noch ein weiteres Tor gefallen wäre...

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Mittwoch, Mai 02, 2007

Die Enthüllung

Nur in den allerwenigsten Fällen fahren Leerfahrten wirklich nach Leer!

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Dienstag, April 24, 2007

Fire Water Burn revisited

Ist es eigentlich noch eine große Nachricht wert? Sicher, die heimische Presse wird wieder einen großen Aufhänger daraus gemacht haben, weil es ja auch sonst bei uns in der beschaulichen Provinz nicht so wirklich viel zu vermelden gibt. Da ist so ein Brand natürlich mal etwas lang ersehnte Abwechslung. Auch wenn man eigentlich die Berichte vom letzten Mal wohl nahezu komplett übernehmen könnte.
Was passiert ist? Na ja, auf der Nesse hat's mal wieder gebrannt. Das dritte Mal in etwa anderthalb Jahren (zuvor: 24.09.05 und 11(?).05.06). Nur das es diesmal nicht die Firma E. Heeren war. Ist das also noch eine Riesennachricht wert? Ich finde nicht. Es wird Routine, viel Aufregung in der Stadt hat's jeweils nicht gegeben.

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Dienstag, März 27, 2007

toc toc toc

Ist es Größenwahn?
So wie es aussieht, wird es noch eine ganze Weile dauern, bis sich die Frage tatsächlich stellt (wenn es überhaupt jemals so weit kommt), wie ich meinen eigenen Nachwuchs denn nennen würde. Doch es hindert einen ja nichts daran, vorher schon mal ein wenig zu spinnen.
Bei einem Mädchen dachte ich an Sophia oder Paula Marie, vielleicht auch irgendwas (skandinavisches) in Verbindung mit dem Zwischennamen Christin (oder mit K). Bei Jungs dachte ich bisher an Namen wie Raphael oder David (nein, keine Star Wars-Namen wie Anakin oder Boba, auch nicht einfach nur Luke). Bis mir vor kurzen die Erleuchtung kam. Sollte es irgendwann mal männlichen Nachwuchs meiner Person geben (wobei es noch fraglich ist, ob ich mich an die Familientradition zu halten hätte), erhält er den Namen Napoleon!

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Donnerstag, Februar 15, 2007

Das Hobby

Im oliven Bundeswehrparka steht er am Gleis, in der Hand ein mobiles digitales Aufnahme- und Telekommunikationsgerät. Er wartet. Darauf, dass der Fahrplan eingehalten wird und der Zug pünktlich ankommt. Dann ist es soweit. Der Zug fährt ein, dass Aufnahmeprogramm des Handys läuft - ein Video soll es sein. Zunächst durchfährt der Zug das auf einen bestimmten Punkt ausgerichtete Bild, dann, als der Zug zum stehen gekommen ist, wandert es (ruckartig) nach vorne zum Treibwagen.
Natürlich steht es jedem Menschen frei, sich seine Hobbys selbst zu wählen. Es muss auch nicht unbedingt was sportliches sein. Ich lese zum Beispiel auch ziemlich gern oder höre Musik. Von mir aus kann man, wenn es einem Spaß macht, auch unter die Numismatiker oder Philatelisten gehen. Auch das Fotografieren oder Filmen von Zügen hat sicherlich seine Reize, doch in Bad Zwischenahn, wo gerade mal zwei Züge pro Stunde durchfahren (wenn man Glück hat vielleicht noch ein zusätzlicher Güterzug) und die Zugtypen (3) und -längen (je nach Zugtyp) auch immer die gleichen sind... da erschließt sich mir irgendwie kein Spaßfaktor. Und es gibt sicherlich auch bessere Aufnahmemedien als eine Handykamera. Aber nun ja, jeder Mensch, wie er's meint. Vielleicht steht ja schon jetzt im Netz ein neues (leicht verwackeltes) Video von der Ankuft eines "Doppeldeckers" in Bad Zwischenahn und erfreut andere Leute...

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Dienstag, Februar 06, 2007

Jesus

Früher sah er noch wirklich so aus, mit seinem langen Zottelbart. So wie man sich einen Jesus halt vorstellt. Nur die Haare waren nicht ganz so lang. Mittlerweile ist er älter geworden, seinen Bart hat er irgendwann mal abrasiert und seitdem nicht mehr zur Entfaltung kommen lassen. Und oben auf dem Kopf präsentiert sich der Haarwuchs seit geraumer Zeit auch spärlicher. Jesus nennt ihn heute auch keiner mehr, nur noch Jürgen, denn so heißt er auch mit bürgerlichem Vornamen. Ändert aber auch nichts daran, dass ich ihn nicht wirklich mag. Kennengelernt habe ich ihn durch das Hobbykicken meines lokalen Dorfvereins. Er scheint keine Schmerzen zu kennen, denn er lacht nur (dämlich), wenn er mal wieder einen wuchtig geschossenen Ball an Körperteile bekommt, wo man sich normalerweise eher vor Schmerzen winden würde. Jürgen nicht. Leider kann Jürgen auch nicht wirklich Fußball spielen. Aber selbst wenn ihm das mal jemand gesagt haben sollte, so scheint es ihn nicht zu interessieren. Er ist immer noch (fast) jedes Mal dabei, wenn sich die Hobbykicker zum Fußball treffen. Erträglich ist es dann, wenn er im Tor ist (am besten im gegnerischen), auch wenn ihm zu einem passablen Torhüter die Spielintelligenz fehlt. Auf dem Feld ist er eher der Typ grobmotorischer Schlächter, weswegen ich ihn am liebsten schon mal gepflegt umgesenst hätte, nachdem er mir mit voller Wucht gegen den Knöchel getreten hatte, er aber meinte, er hätte nur den Ball gespielt. Dazu verwies er auf den wegrollenden Ball, der sich allerdings nur in die Richtung bewegte, weil er sich bei dem Tritt auf der anderen Seite des Fußes befunden hatte und durch den Impuls die Richtung annahm. Na ja, aber was soll man halt machen. Es gibt nun mal solche Typen, die irgendwas meinen zu können, aber in Wirklichkeit nicht im geringsten dazu tauglich sind. Aber auch sonst hat Jürgen zu jedem Thema eine Meinung, kann überall mitreden und scheut sich nicht, seinen Senf unter die Leute zu bringen. Das kann manchmal ganz interessant sein (auch wenn einen das Gelaber sonst nicht interessiert). Neulich ging es in einem Gespräch um Dinosaurier (und hier schließt sich der Kreis zu seinem früheren Spitznamen, denn er ist 100% bibeltreu), die es seiner Ansicht nach ja gar nicht gegeben haben kann. Auch kann die Erde keine zig Millionen Jahre alt sein und der Urknall und die Evolutionstheorie sind auch reiner Unfug. Denn in der Bibel steht das ja anders. "Am sechsten(?) Tag erschuf Gott den Menschen", von Dinosauriern ist da auch keine Rede, die Knochen hat irgendjemand so verbuddelt. Und was weiß ich nicht was. Und die Welt ist eine Scheibe... (aber die katholische Kirche hat sich in dem Fall ja auch eine ganze Weile schwer getan, bis sie die Wahrheit akzeptiert hat)

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Mittwoch, Januar 17, 2007

Hoppla

Nichtsahnend sitzt man am Computer und geht ins Internet. Auf der Startseite, einem Nachrichtenportal, ein Foto, versehen mit etwas Schrift, gehalten in einem leicht erzieherischen Duktus: "Ach, Britney!" Und darunter, etwas kleiner, die Erklärung: "Pop-Prinzessin übergibt sich auf ihren neuen Freund." Na, vielen Dank...

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Dienstag, Januar 16, 2007

Mr. Bigmouth

Tja, es handelt sich meistens schon um ein kleines Problem, wenn Anspruch und Wirklichkeit nicht nur nicht kongruent sind, sondern sich schon fast wie zwei gleiche Pole anstoßen. Sofern sich das aber auf den eigenen Mikrokosmos bezieht und keine Auswirkungen auf andere Personen hat, kann es einem auch noch recht egal sein. Werden allerdings andere involviert und zu Schaden kommen (wie auch immer der geartet sein mag), geht es auf jeden Fall zu weit.
Wenn man also vorher große Töne spuckt und sich dann im Angesicht der Bewährungsprobe und der Nichterfüllung der eigenen Worte einfach so verpisst, während die (eigentlichen) Mannschaftskameraden das ganze dann ausbaden dürfen, ist das nicht zu tolerieren. In seinem eigenen Selbstverständnis mag er ein Super-Fußballer sein, doch leider merkt man davon auf dem Feld nicht allzu viel. Und selbst wenn er über das nötige Talent verfügen würde, gehört zu einem guten Spieler mehr als das. Stattdessen wird sich in der Regel zu viel allein gemacht, der Ball zu lange gehalten und im Zweifelsfalle festgedribbelt, vorne auf den Ball gewartet, gemeckert. Nur das er es nicht einsehen mag. So wird aus einem vermeintlichen Helden, einem Star, nur ein Poser, ein Wannabe - nicht mehr, nicht auch nicht weniger.

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Donnerstag, Dezember 21, 2006

Hurra, es geht bergab!

Besinnliche Weihnachtszeit heißt es doch so schön. Doch irgendwie haben sich ein paar Leute in meinem Star Wars Fanclub darauf besonnen, einen Schlussstrich zu ziehen und dies nun in unserer Mailing Liste mitzuteilen. Und ich bin, da es ein Teil der Leute ist, mit denen ich früher immer viel Spaß hatte, geneigt, es ihnen gleichzutun.

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Dienstag, September 19, 2006

IZeWoE - unchronologisch IV

Samstagabend wurde dann wieder der Grill angeschmissen, das Wetter war ja immer noch ganz gut dafür. Ein bisschen kühl zwar, aber kein Regen - fast perfekt. Und nachdem sich alle den Bauch mit Fleisch oder aber vegetarischem Zeug vollgeschlagen hatten, ging es auch quasi ohne Umwege ans Lagerfeuer. Die Tagesgäste hatten sich in der Zwischenzeit wieder aus dem Staub gemacht, so dass nur der harte Kern des IBM noch die wärmende Wirkung des Feuers abgekam. Einige zollten der langen Nacht zuvor Tribut und schlichen sich ziemlich früh in ihre Schlafsäcke, aber auch die anderen ließen es diesmal nicht so lange werden. Auf die Uhr geguckt hatte keiner, aber es die gefühlte Uhrzeit dürfte wohl so etwa zwischen 2 und 3 Uhr betragen haben, als die Runde gesprengt wurde. Am nächsten Morgen musste ich diesmal dann nicht so lange warten, bis die ersten nach mir aus den Federn kamen, was zum Teil auch daran lag, dass ich auch etwas länger als in der Nacht zuvor schlief. Die Spuren des Vorabends wurden beseitigt, ehe es so langsam ans Frühstück ging. Für die eigentlich als Aufbackvariante gedachten Brötchen wurde dann wieder der Grill angeschmissen. Danach begann für mich schon das Zusammenpacken, schließlich hatte ich gegen Mittag anderweitige Verpflichtungen (Fußball - Herrenmannschaft). Um kurz nach Elf war ich dann auf dem Weg nach Brinkum, während die anderen noch ein wenig länger machten, aber auch die Verpflichtung des Saubermachens mit übernehmen mussten. Nichtsdestotrotz fiel der Abschied scheinbar sehr schwer...

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Freitag, September 15, 2006

IZeWoE - unchronologisch III

Brot und Spiele

Da war ich nun also ganz alleine wach, während die anderen sich zum Teil gerade erst schlafen gelegt hatten. Ein wenig zu tun hatte ich ohnehin noch, so dass es sich zumindest etwas gut traf. Für die Auslosung der Spiele-Gruppen mussten noch die Zettel angefertig und in leeren U-Ei-Verpackungen (zwecks einheitlichem Aussehen) untergebracht werden. Damit war allerdings nur eine kurze Zeit der zwei Stunden, die ich den anderen noch geben wollte, um an der Matratze zu horchen, in Beschlag genommen. Somit räumte ich dann auch noch ein bisschen die Überbleibsel vom Vortag (bzw. der Nacht) auf, unterhielt mich noch ein wenig mit der älteren Frau vom Vorabend und hing ansonsten einfach ein bisschen rum. Als ich dann so langsam nach dem Duschen um halb Neun das Frühstück vorbereiten wollte, fielen mir dann zwei Probleme auf, die ich bei der Planung übersehen hatte. Zum einen fiel mir auf, dass zwar zwei Kaffeemaschinen vorhanden war, allerdings hatte ich nicht an die Kaffeefilter gedacht. Zum anderen fand ich ziemlich schnell heraus, dass der im Prospekt euphemistisch genannte Herd nur aus zwei Kochplatten bestand. Es gab also keine Möglichkeit, die Aufbackbrötchen zu backen... Das hätte mir vielleicht vorher schon mal auffallen können. Im Nachbarort gab es zwar einen Supermarkt, aber mit meinem Arm war ich natürlich nicht in der Lage zu fahren, ganz abgesehen davon, dass ich auch keinen fahrbaren Untersatz zur Verfügung hatte. Also musste einer der möglichen Fahrer geweckt werden. Sven fiel mit seinem Bulli aus, Wilfried pennte zwar allein im Auto (warum auch immer), durfte aber eigentlich nicht fahren (das ist kein Jim Beam!), so blieb nur Eike, der allerdings zu den Sechs gehörte, die sich den einen Schlafboden teilten und dort auch noch ganz hinten lag. Somit wurden ein paar mehr Leute wach als eigentlich beabsichtigt, aber nach einiger Zeit waren diese Probleme aus der Welt geschafft. Für die anderen Probleme wurden dann auch schnell Lösungen gefunden. Der Biervorrat von vier Kisten war über Nacht auf nur noch neun Flaschen geschrumpft und für den nächsten Tag wurde beschlossen, die Aufbackbrötchen einfach zu grillen. Dafür wurde dann einem der Tagesgäste in Auftrag gegeben, Bier und weitere Grillkohle mitzubringen.
Nach dem Frühstück durfte dann jeder einmal in den Jutesack greifen, zwecks Gruppeneinteilung. Anschließend machte ich für das Tretbootspiel die Flaschen am Brückengeländer fest und ließ mir helfen, das Tretboot zu Wasser zu lassen. Wilfried bereitete seinen Bobby Car-Parcours vor und dann konnte es auch losgehen. Neben der reinen Zeit benötigte es beim Tretbootfahren (abgesehen vom Geschick, mit zwei Leuten ein auf vier Leute ausgelegtes Fun-Tretboot zu fahren) auch ein bisschen Glück bei der Auswahl der Flasche. Denn eine der mit unterschiedlich farbigem Wasser (dank Brausepulver) versehen Flaschen brachte Minuspunkte, eine andere einen Bonus. So kam der Sieger des Spiels dann ganz kurios zustande. Schnellste waren seltsamerweise die beiden, die das Tief am breitesten ausnutzen (also eigentlich mehr Weg zurücklegten), nicht zuletzt, weil einer der beiden ein Taschenmesser dabei hatte, was das mühsame Losknoten der Flasche ersparte. Allerdings erwischten sie die falschen Flasche, was ihnen Minuspunkte einbrachte. Und da die Zweitschnellsten die richtige Flasche mitbrachten (interessanterweise waren sie die letzten und die beiden Gruppen vor ihnen hatten die Bonus-Flasche hängen gelassen), brachte der Bonus sie dann auf Platz Eins. Da ich danach dann noch jedem Spieler aus jeder Gruppe noch je fünf Quizfragen stellte, hab ich von Wilfrieds Spielen nicht so viel mitbekommen, aber auch dort soll es sehr lustig zugegangen sein.
Nach der Siegerehrung war dann so langsam Zeit für's Mittagessen und eine weitere Runde Multi-Frisbee-Ball, ehe das Rollenspiel begann.

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Donnerstag, September 14, 2006

Fette Beute

Wie sich dieser Käfer in das Netz der Kreuzspinne verirrt hat, ließ sich nicht mehr nachvollziehen. Fakt war nur, dass die Spinne sich ordentlich damit abmühte (eine ganze Weile ohne Erfolg), den Käfer einzuspinnen. Aber ich kann heute ja noch mal beim Training gucken, ob noch irgendwelche Spuren von den Mühen der kleinen Spinne zeugen.

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