Freitag, Februar 08, 2008

Schiri, Telefon!

Die drei kuriosesten Schiedsrichterentscheidungen, an denen ich in einem gewissen Grad beteiligt war.

3. Der Ball wird lang auf den linken Flügel geschickt. Es gibt ein Laufduell mit leichtem Körperkontakt (alles innerhalb des Reglements), ich bin etwas schneller und komme vor meinem Gegenspieler an den Ball. Der Gegner tritt mir versehentlich auf die Hacke und kommt ins Staucheln, ich kann allerdings unbeirrt weiterlaufen. Der Schiedsrichter pfeift. Zunächst gehe ich davon aus, dass er einfach in Sachen Vorteilsauslegung keine große Leuchte ist, als er allerdings Freistoß für den Gegner anzeigt, verlässt mich jegliche Ahnung, was der Referee da gesehen haben möchte.

2. Eine Zweikampfsituation an der Außenlinie, auf Höhe des gegnerischen Fünfmeterraums. Der gegnerische Libero klärt den Ball ins Aus, schnappt sich aber dennoch den Ball und will einen Einwurf ausführen. Der Schiedsrichter (einer meiner "Lieblinge": die "Politesse" - verteilt im Namen der Stadt Knöllchen) zeigt aber zurecht Einwurf für uns. Ich nehme dem Gegenspieler den Ball aus der Hand (völlig ohne Gewalteinwendung, weil er den Ball nur auf seiner Handfläche liegen hat, als er wegen der Entscheidung des Schiris am Protestieren ist) und ehe ich mich versehe, senst mich der Gegner regelrecht um - klare Tätlichkeit. Sehen alle Zuschauer, die Mitspieler und auch die Gegner. Nur der entscheidende Mann sieht es nicht. Wegen vermeintlicher Schauspielerei erhalte ich Gelb und eine scharfe Ermahnung, dass ich beim nächsten Vergehen frühzeitig duschen gehen kann.

1. Ein leichtes Zugeständnis kann man in diesem Fall dem Referee machen - die Trikots der beteiligten Mannschaften waren schon ähnlich von der Aufmachung her. Beide Mannschaften hatten farblich-weiß-längsgestreifte Trikots. Der Gegner hatte schwarze Streifen, wir mittelblaue, was die Spieler allerdings trotz allem gut unterscheiden konnten, sieht man von den in jedem Spiel ohnehin vorkommenden Fehlpässen in Drucksituation mal ab. Der gegnerische Linksverteidiger war tief in der eigenen Hälfte am Ball, hatte nach vorne aber keine gute Anspielmöglichkeit. So entschied er sich dann für einen Rückpass zum eigenen Libero. Ein Pfiff ertönte, der 22 Spieler auf dem Platz und alle drumherum in Verwirrung stürzte. Die Erklärung des Schiedsrichters sorgte dann für Kopfschütteln: ABSEITS! Während des Spiels gab es noch weitere seltsame Entscheidungen und als der Schiedsrichter die Halbzeitpause um zehn Minuten ausdehnte, während beide Teams längst schon wieder auf dem Platz waren, entwickelten sich Theorien, was für neue Regeln sich der Mann in Schwarz nun noch ausdachte, um sie im zweiten Durchgang der praktischen Anwendung auszusetzen. Aufklärung gab es nach dem Spiel: als unser Trainer die Spielerpässe aus der Schirikabine abholte, erblickte er dort eine Brille, deren Gläser jeden, der nicht annähernd ähnliche Sehschwächen hat, in ernste Schwindelzustände versetzt hätte. Auf dem Platz trug der Schiedsrichter jedoch keine Sehhilfe.

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Mittwoch, Februar 06, 2008

Donnerstag

Der Donnerstag läuft derzeit immer in recht geregelten Bahnen ab. Ich bringe meine Freundin zur Freundin meines Mannschaftskapitän (über die ich sie kennengelernt habe) und die beiden verbringen den Abend vor dem Fernseher, während mein Kapitän und ich beim Fußballtraining sind. Die beiden Mädels (sofern man bei Endzwanzigern bzw. Anfangdreißigern noch von "Mädels" sprechen kann) verfolgen mit einem Auge das Fernsehprogramm (derzeit ist "Stars auf Eis" angesagt, vorher war's Popstars) und unterhalten sich dabei über alle möglichen Themen. Nach dem Training stoßen wir beiden Jungs (siehe Mädels) dazu und sitzen dann noch ein Weilchen mit vor der Glotze. Irgendwann ist "Stars auf Eis" oder was auch immer dann vorbei und anschließend läuft "Simply The Best", bis meine Freundin und ich dann (meistens) in der ersten Werbeunterbrechung aufbrechen.
Letzten Donnerstag ging es bei "Simply The Best" irgendwie um (mißglückte) Schönheitsoperationen. Irgendwelche im besten Falle C-Promis, die man zum Teil nicht mal kennt und alle wohl irgendwie im Umfeld von Pro 7 anzusiedeln sind, zogen dabei dann über wirklich prominente Leute (oder zumindest welche, die noch ein Niveau höher sind als sie selbst - B-Promis also) her. Wobei, sollte man spontan junge Leute auf der Straße befragen, Leute wie Frank Mathée oder Jana Ina oder Kader Loth bei denen wohl deutlich bekannter wären als bespielsweise ein Mickey Rourke. Interessant war auch, dass ausgerechnet Kader Loth eine dicke Lippe (ha ha) bei Chiara Ohoven riskierte, obwohl sie zumindest in meinen Augen so wirkte, als hätte sie in dem Bereich auch ein wenig (wenn auch nicht so drastisch wie Fräulein Ohoven) nachgeholfen. Platz 3 bis 1 haben wir dann nicht mehr mitbekommen, weil wir schließlich, eine Werbeunterbrechung später als sonst, aufbrachen. Meine persönlichen Favoriten für diese Plätze wären wohl Michael Jackson (definitiv Platz 1) und Cher. Als dritter Kandidat käme vielleicht Ozzy Osbourne in Frage, wenn ich denn wüsste, ob er sich je unter's schönheitschriurgische Messer gelegt hätte.

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Dienstag, Januar 29, 2008

Ich hatte einen Traum

Einen leichteren Alptraum, um genau zu sein. Ich schaltete den Fernseher an und verfolgte im Videotext die DFB-Pokal-Spiele. Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass die Schlussphase der Partien begonnen hatte. Das Ergebnis meines Vereins ließ mir das Blut in den Adern gefrieren. 4:1 stand es für die Heimelf, doch meine Mannschaft war das Auswärtsteam. Wenig später veränderte sich das Ergebnis zwar, aus welchem Grund auch immer, in ein 3:2, doch viel Hoffnung versprach diese Änderung auch nicht. Es waren höchstens noch 10 Minuten zu spielen. Wie der Traum weiterging, kann ich nicht sagen. Vermutlich bin ich in dem Augenblick gerade aufgewacht.

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Dienstag, Januar 22, 2008

Zufallsbekanntschaften

Meine Freundin und ich wollten eigentlich vor einer Weile einen Film sehen, doch weil wir es zeitlich nicht ganz geschafft hätten, den Film komplett zu gucken, entschieden wir uns dafür, ihn aus einer Videothek auszuleihen. Wer leiht sich denn schon einen Film aus, wenn er mehr oder weniger zeitgleich im Fernsehen läuft - außer uns... Doch Pustekuchen, der Film war weg. Kurzentschlossen entschieden wir uns dann für einen anderen Film, den wir sonst vielleicht nie geguckt hätten - und er war eigentlich doch ganz gut (Alpha Dog - Tödliche Freundschaften, u. a. mit Justin Timberlake). Gestern Abend starteten wir nun einen neuen Anlauf, den Film von neulich anzusehen, doch wieder war die betreffende DVD ausgeliehen. Also wurde wieder ein Spontanentschluss gefasst und auch diesmal war die Alternative keine schlechte (Lucky # Slevin, mit Josh Hartnett, Bruce Willis, Lucy Liu, Morgan Freeman und Sir Ben Kingsley). Fragt sich dann nur, was wir das nächste Mal für einen interessanten Film erwischen, wenn wir wieder mal vergeblich besagten ersten Film gucken wollen...

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Mittwoch, Dezember 19, 2007

They Do Know It's Christmas Time

Was ich an der Weihnachtszeit mag:
* Geschenke (jeder mag Geschenke - wenn es nicht gerade Feinripp-Unterwäsche von der Oma oder ähnliches ist)
* Glühwein oder Feuerzangenbowle (auf dem Weihnachtsmarkt)
* ein liebevoll zusammengestellter Adventskalender
* dass die ganzen Freunde über Weihnachten zuhause sind und man sie mal wieder trifft
* Teile der Familie, die man lange Zeit nicht gesehen hat

Was ich an der Weihnachtszeit hasse:
* viele Weihnachtsmarktbesucher (Auftrag: Saufen - und sie besetzen die ganzen Plätze im Zug)
* der Elch an der Glühweinbude in Leer (blöde Lieder und dummes Gelaber vom Band)
* die Geschenkepanik (bloß alles so schnell wie möglich besorgen - und was schenke ich überhaupt wem)
* Weihnachtsbaumfanatiker (dass er auch ja perfekt ist - und wenn man sich dazu jeden einzelnen Baum bei jedem Weihnachtsbaumverkäufer in der Umgebung angucken muss - und dann doch den ersten nimmt)
* Teile der Familie, die man das ganze Jahr nicht vermisst hat

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Donnerstag, November 22, 2007

Zwei Herzen in der Brust

Im gewissen Sinne bin ich ein Verräter am eigenen Fußballvolk. Aber als Fan des Hamburger SV fällt es mir irgendwie leichter, zur niederländischen Nationalmannschaft zu halten, denn schließlich spielen (derzeit) dort vier potentielle Nationalspieler (Rafael van der Vaart, Joris Mathijsen, Nigel de Jong und Romeo Castelen). Auf der Gegenseite steht nur ein Teilzeit-Nationalspieler Deutschlands (Piotr Trochowski). Und es fällt mir schwer, bei der Nationalmannschaft mit ihren Spielern aus München oder Bremen Leuten die Daumen zu drücken, denen ich im alltäglichen Bundesligageschäft mitunter eher die Pest an den Hals wünsche.

Ähnlich, wenn auch aus anderen Beweggründen, dürfte es vielleicht auch Ulrike gehen. Als glühender Anhänger des BVB und der englischen Nationalmannschaft könnte es gestern gegebenenfalls zu einen leichten Gewissenskonflikt gekommen sein. Auf der einen Seite natürlich tiefe Trauer, weil die Engländer ihre Teilnahme an der EM im kommenden Sommer verspielt haben (kleine Wette ohne großes Risiko: nach "Ohne Holland fahr'n wir zur WM" (2002) und "Ohne Holland fahr'n wir nach Berlin" (2006) dürfte DER deutsche Fangesang des kommenden Sommers "Ohne England fahr'n wir zur EM" sein - eintönig und nichts Neues, aber etlichen Fans wird's egal sein). Auf der anderen Seite aber vielleicht auch ein wenig Freude über die gute Form des Dortmund-Akteurs Mladen Petric, der mit seinem Treffer das Ausscheiden der Engländer besiegelte, und die Hoffnung, dass er diese Form auf den Bundesligaspieltag am Wochenende übertragen kann.
Und dann war da vor einer Weile noch die Auslosung zum Achtelfinale des DFB-Pokals, die der Borussia ein Heimspiel gegen Werder Bremen beschert. Auslosungstechnisch gesehen der Super-GAU für Ulrike, schließlich ist ihr Familienumfeld mehrheitlich grün-weiß. Der Fußballgott meint es derzeit wirklich nicht gut mit ihr.

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Mittwoch, Oktober 31, 2007

Es gleich sich aus

So heißt es immer über das Glück bzw. das Pech im Fußball. Im Verlauf einer Saison hat man zwar eine Weile lang das Pech an den Hacken, aber dafür soll es sich im Saisonverlauf ausgleichen. Sprich: es kommen auch Phasen, wo man vom Glück begünstigt ist. Ob es wirklich so ist, möchte ich an dieser Stelle nicht beurteilen, sondern diesen Sprich nur als Aufhänger für etwas anderes nehmen.
In den letzten sieben Tagen habe ich meinen Zug zwei Mal jeweils nur um Haaresbreite verpasst. Ich stand schon an der Tür des Zuges, doch anstatt mir Einlass zu gewähren, fuhr der Zug dann in genau diesem Moment los. Heute war ich wieder spät dran (Fahrrad repariert und im Anschluss mit dem Auto meiner Freundin zum Bahnhof gefahren, der Müllabfuhr in die Quere geraten und deswegen einen Umweg fahren müssen - so wurde es alles ziemlich eng). Glücklicherweise hatte der Mann von der Bahn ein Herz, als er mich am anderen Gleis heranjoggen sah und ließ den Zug extra warten. In Anbetracht der Tatsache, wie oft ich schon knapp irgendwelche Züge verpasst habe, könnte es vielleicht dann noch öfter passieren, wenn der Spruch vom sich ausgleichenden Glück denn stimmt.

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Montag, Oktober 15, 2007

Künstlerpech

oder: manchmal kann ich erstaunlich fürsorglich sein.

Letzte Woche war Gallimarkt, doch für meine Freundin war der Spaß schon am Donnerstagabend vorbei. Sie hatte sich das Knie verdreht und an Laufen war anschließend nicht mehr so wirklich zu denken. Wie gut mein Angebot, sie (mit ihrem Auto) abzuholen, dann kam. Am nächsten Morgen ab zum Arzt (Diagnose: schimmstenfalls Meniskusschaden - näheres stellte sich heute Vormittag heraus), natürlich hab ich sie kutschiert, danach zur Arbeitsstelle, krankmelden (dabei fiel dann auch der Versprecher der Woche: "Hibiscusschaden"). Irgendwie galt es dann im Anschluss, einen langen Tag totzuschlagen, also hatte ich ihr ein paar DVDs besorgt und auch dann Mittagessen (na ja, Tiefkühlpizza) hab ich geholt. Am Abend musste ich dann weg, da meine A-Jugend ein Spiel hatte. Und nach dem Spiel sucht ich einen optimalen Punkt für den Abend. Denn am Freitagabend ist Feuerwerk beim Gallimarkt und da meine Freundin es gerne sehen wollte, sie aber nicht auf den Markt konnte, ging ich höhergelegene Punkte in Leer durch - und fand eine grandiose Lösung (welche natürlich nicht verraten wird, weil sonst beim Jubiläumsfeuerwerk im nächsten Jahr dort alles besetzt sein wird). Dummerweise hatte ich mich allerdings in der Zeit getäuscht und wurde dabei auch noch von anderer Seite bestätigt. So standen wir dort dann für einige Minuten, ehe mir mein Telefonjoker dann verriet, dass wir eine halbe Stunde zu spät dort waren. Meiner Freundin hat's trotzdem gefallen, der Gedanke zählte ja. Und Frauen würden sowas mögen.

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Dienstag, September 18, 2007

And I hate you...

Es gibt Leute, die verabscheut man einfach. Man kennt sie unter Umständen nicht einmal, doch das will man auch nicht. Denn man hasst sie einfach für das, was sie tun. Gerade in dem Augenblick, in dem man sie vielleicht auch zum ersten (und ggf. einzigen) Mal sieht. Doch zurecht, denn schließlich stört einen das, was sie tun, gerade ungemein. Und heute seid ihr mir alle einfach viel zu laut!

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Freitag, Juli 20, 2007

Schmachtendes Schweigen

Was nützt die Liebe in Gedanken? Was bringt einem der Mut tausender wacher, nächtlicher Minuten, wenn man bei Tag doch nur wieder kneift? Was der Freunde aufmunternde Worte und Ratschläge, wenn ihnen die Anwendung versagt bleibt? Genau, nichts. Ein Dilemma, da man nicht aus diesem Stadium der Untätigkeit herauskommt, die Angst der Konfrontation, einer möglichen Zurückweisung ein zu großes Hindernis darstellt, dessen Überwindung man aus Furcht vor Verletzung nicht einmal in Angriff nimmt, aber auch nicht in der Lage ist loszulassen, suhlt man sich in dieser miserablen Situation. Im Status der unerreichbaren Nähe erfährt das Objekt der Begierde eine Überhöhung. Dort gegenüber, so nah, so wunderbar. So fern. Blicke treffen sich, für unendliche Sekundenbruchteile, Augen so schön. Das sympathische Lächeln bleibt hängen, das mitunter verstohlen erscheinende Gähnen, so faszinierend, verfolgt einen bis in die einsamen, dunklen Stunden der Nacht und raubt den Schlaf. Gestik, Körperhaltung wirken wie die Schwerkraft auf das Empfinden. Die eigene, muntere Fantasie fällt einem in den Rücken: wie es wohl wäre? Jetzt, hier, bei einem, allein. Alles sagen, gestehen, Nähe, Vertrautheit, Zärtlichkeit. Die Vorstellungskraft ist unerbittlich, eine Seifenblase, die jedes Mal aufs Neue zerplatzt.

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Montag, Juli 16, 2007

Swing, Baby

Es gibt so gewisse, eigentlich belanglose Momente, die sich ins Hirn einbrennen. Manchmnal kann man sie auch mit anderen Leuten teilen, so wie ein Erlebnis, dass SvenO und ich vor einer Weile hatten. Wir waren mit dem guten, alten Röchel auf dem Weg zu Freunden. Wir waren auf der Straße parallel neben der Autobahn, als vor uns ein junges Mädel auf Inlinern auftauchte. Sie schien Musik auf den Ohren zu haben, etwas, das ihr gefiel scheinbar, denn sie tanzte munter dazu, unbeobachtet wie sie sich fühlte. Sven und ich sahen uns an und grinsten. Als wir an dem Mädchen vorbeifuhren, achtete ich allerdings nicht auf ihre Reaktion, vielleicht ist sie ein wenig rot angelaufen, aus Scham, dass sie jemand gesehen hatte - vielleicht stand sie aber auch dazu und es war ihr egal. Einen Tag später fuhren Sven und ich wieder an dieser Stelle vorbei, sahen uns an und grinsten, wie wir es vielleicht auch das nächste Mal tun werden, wenn wir dort langfahren.
Und vorhin fühlte ich mich auch ein wenig an diese Szene erinnert, auch ohne besagte Stelle passiert zu haben. Es war hier in Oldenburg in EINEM DER Computerräume (das erwähne ich so explizit, nachdem ich letztens im Fahrstuhl von einem Kommilitonen gefragt wurde, wo denn DER Computerraum sei), schräg vor mir saß eine (durchaus attraktive) Spanierin, die Musik auf den Ohren hatte. Scheinbar gefiel es ihr, denn plötzlich begann sie sich dazu zu bewegen, ungeachtet des möglichen Publikums um sie herum.

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Donnerstag, Juli 12, 2007

Finale

Manchmal fragt man sich doch echt, warum man sich die Mühe macht, ein ganzes Turnier aufzuziehen? Wimbledon oder Paris im Tennis dieses Jahr wären Beispiele. Oder die Copa América. Im Finale stehen ohnehin die Favoriten (Nadal - Federer bzw. Argentinien - Brasilien). Sicher, es könnte Überraschungen geben, doch wenn die ausbleiben, hätte man das ganze auch einfacher haben können: Man lädt einfach ein paar Mannschaften bzw. Personen ein, lässt die munter gegeneinander kicken, die Ergebnisse sind dabei völlig nebensächlich. Im letzten Match spielen die Favoriten - die einzige Partie, die beide überhaupt im Turnierverlauf bestreiten - gegeneinander. Und den Gewinner dieses Spiels nennt man dann Meister (von was auch immer).

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Dienstag, Juli 10, 2007

Das Schicksal ***** dich

Es ist in diesen Mythen und Sagen doch immer wieder das Gleiche: man rennt zum Orakel, erhält eine negative Voraussage und versucht anschließend, der Zukunft in den Arsch zu treten und sie auszutricksen. Man werde durch die Hand eines eigenen Nachkommens sterben, sehr beliebter Spruch. Und was ist? Man mauert die Tochter in ein Verlies ein oder setzt den eigenen, frisch zur Welt gekommenen Sohn aus, in der Hoffnung, das er krepiert. Klappt natürlich nicht. Das Verlies ist für Götter keine Sperrzone, das Kind wird von irgendwem gefunden und aufgezogen. Und so kommt es dann irgendwann so, wie es vorausgesagt wurde, wobei der Spross mitunter noch nicht einmal weiß, dass er da gerade seinen eigenen (Groß-)Vater über den Jorden (bzw. in den Tartaros) befördert hat. Na ja, das kommt halt davon, wenn man von der normalen Erziehung abweicht und meint, schlauer als das Schicksal sein zu können. Wenn man das eigene Schicksal einfach akzeptiert hätte, wäre es mitunter gar nicht passiert. Und ohne Orakel schon gar nicht...

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Donnerstag, Juni 28, 2007

Wo Platz ist

I may forget, I don't forgive (Therapy? - Turn)

Ich wollte gerade ansetzen, sie zu überholen, die Radfahrerin vor mir. Links, wie man es ja eigentlich auch macht (soviel gestehe ich an dieser Stelle zu), doch als sie dann plötzlich einen Schlenker nach links machte und so auf dieser Seite nicht mehr genügend Platz zum Überholen bot, nahm ich kurzerhand die andere Seite, da war schließlich genügend Platz. Sie zog dann allerdings wieder etwas nach rechts, zwischen uns war allerdings immer noch ausreichend Platz, als ich an ihr vorbeizog (natürlich ohne zu klingeln, warum auch, wenn genug Platz war?). Dann hörte ich ihre Stimme von hinten. Das man ja links überholen würde. Als Antwort machte ich nur eine kleine, schlängelnde Geste mit der Hand, die ihre Fahrweise symbolisieren sollte.
Na ja, eigentlich könnte man diese Geschichte an dieser Stelle abhaken, allerdings wäre sie dann wohl auch nicht so interessant. Denn ein Stück weiter war die Kreuzung Spier (für nicht Leeraner: quasi DER Verkehrsknotenpunkt von Leer, hier kreuzen sich die wichtigsten Straßen). Da ich auf der rechten Straßenseite fuhr, musste ich natürlich warten. Und eine Weile später war auch die Frau, die ich überholt hatte, an der Kreuzung angelangt. Und dann ging's auch schon gleich richtig los: dass man ja wohl links überholen würde. Und ja überhaupt erstmal klingelt, wenn man überholt. Und bla und blubb... Dinge schossen mir durch den Kopf, die ich besser ungesagt ließ, sonst wäre die leichte Röte im Gesicht schnell in ein intensives Puterrot übergegangen, die Halsschlagader hätte gepocht und gepuckert wie nichts gutes, das dunkle, mit grau durchsetzte, kurz gehaltene Haar hätte sicherlich noch mehr grau hinzubekommen und ihre Brille wäre ihr wahrscheinlich vom Kopf gefallen, die Gläser bei ihrem Gekeife allerdings schon vorher zersprungen. Sehr wahrscheinlich wäre sie mit den Händen voran, ohne Rücksicht auf ihr Rad, auf mich zugesprungen und hätte versucht, mir mit ihren Fingernägeln tiefe Risswunden beizubringen. VERKEHRSNAZI war das Wort, was ich immer schon mal anbringen wollte und dieses schien die geeignetste Situation ever gewesen zu sein. Doch ich ließ es sein. Ich fragte mich nur, warum man wegen so einer Lapalie so eine Szene machen musste (immerhin waren auch drei weitere Radfahrer an der Ampel). Ich sagte ihr, dass sie gerade einen Schlenker nach links gemacht hätte, als ich sie überholen wollte. Und dass sie sich ja wohl deswegen nicht so pedantisch (erst wollte ich pissig sagen, doch ich beherrschte mich noch schnell) anstellen müsse. Das ließ sie gar nicht gelten. Wenn sie in der Situation einen Schlenker nach rechts gemacht hätte, wäre es ja wohl zu einem Sturz gekommen und sowieso... Die Ampel sprang auf grün um und ich fuhr los, ohne der Frau noch weiter Beachtung zu schenken. "Wenn ich einen Schlenker nach rechts gemacht hätte", erinnerte ich mich noch kurz. Sie solle gerade fahren lernen, schoss es mir da durch den Kopf, doch diesen Ratschlag ließ ich ebenso ungesagt.
Doch ich mochte diese überkorrekte Hardcoreverkehrsregelnvertreterin schon vorher nicht. Genauso wenig wie ihren Mann. Ich hatte sie mal beim Einkaufen kennengelernt. Beide machten den Eindruck von engagierten, eifrigen Jeden-Sonntag-Kirchgängern auf mich, doch christliche Nächstenliebe schien nicht gerade ihre Stärke zu sein. Denn sonst hätten sie mich, der mir einem einzigen Artikel hinter ihnen stand, vielleicht ungefragt vorgelassen, während sie noch dabei waren, ihren randvollen Einkaufswagen auszupacken. Taten sie aber nicht. Also fragte ich ganz höflich, bekam als Antwort aber nur ein schroffes Nein, dann solle ich doch an die andere Kasse gehen. An dieser Stelle breche ich diesen Eintrag ab, da nur noch Beleidigungen folgen würden, die mir in dem Moment durch den Kopf schossen.

Dissen liegt übrigens ungefähr auf halber Strecke zwischen Osnabrück und Bielefeld.

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Mittwoch, Juni 27, 2007

Pfeifkonzerte

oder: Mein erster Auswärtssieg

So ist das nun mal, wenn man sich auf manche Leute verlässt. Ich hatte schon früh gesagt, dass ich zu diesem Spiel mitfahren wollte, doch als ich ein paar Wochen nachhakte, gab es nur ein verwundertes Gesicht. Vergessen... Na ja, per ebay wollte er mir dann noch eine Karte besorgen, der Herr Fanclubtourenorganisator. Und ein paar Tage vor dem Spiel meldete er dann auch Vollzug. Nur von einem Haken erzählte er mir nichts, bevor wir kurz vorm Stadion waren. Es war keine Karte für den Gästestehblock, die er für mich besorgte hatte, nicht mal in der Nähe... Dummerweise hatte ich, obwohl es fast Dezember (2004) war, nicht viel mehr an Oberbekleidung dabei als ein HSV-Trikot.
Zusammen mit einem weiteren Leidensgenossen machte ich mich dann schließlich auf den Weg, den Nordpark zu umrunden, das Stadion von Borussia Mönchengladbach. Wir tranken noch gemeinsam ein Bier (was das Bier anging, gehörte Gladbach ein großes Lob ausgesprochen, schließlich gab's Jever), ehe wir uns aufmachten zu unseren Plätzen. Es war noch relativ wenig los, dennoch gab's einige schiefe Blicke. Das Securitypersonal war aber soweit ganz freundlich und wies mich einfach nur an, egal was passieren sollte, ruhig zu bleiben. Und sie würden schon ein (schützendes) Auge auf mich werfen. Eigentlich hatte ich einen ganz guten Platz: Oberrang, dritte Reihe, fast direkt hinter dem Tor (und als Fluchtweg die Treppe gleich neben mir), besagter Haken: es war direkt über dem Gladbachstehblock und dementsprechend saßen hier die glühenden Gladbachverehrer, die keine Lust auf 90 Minuten stehen hatten. Und ich mittendrin im HSV-Trikot, ein leuchtender weißer Fleck. Nach einer Weile wurden die Plätze neben wir besetzt und wir kamen ein wenig ins Gespräch, ein paar Frotzeleien, was ich hier denn zu suchen hätte, aber im Großen und Ganzen ganz lustig. Dabegann das Spiel, ein mauer Kick in der ersten Hälfte, in der die Hamburger auf das Tor vor mir spielten. So langsam machte sich das eine oder andere Bier, das ich auf der Hinfahrt getrunken hatte, bemerkbar und kurz vor der Pause dachte ich, es passiere ja ohnehin nichts mehr, da könne ich ja gleich auf's Klo gehen. Auf der Toilette gab's auch ein paar schiefe Blicke, mehr war aber auch dort nicht (schienen also alles ganz nette Leute zu sein, die Gladbachfans). Dann ein Pfeifkonzert, kurze Zeit später meldete sich der Stadionsprecher zu Wort: "Neuer Spielstand: Gladbach 0, Hamburg 1." Na klasse, so viel zu meiner Intuition. Tor verpasst, das sollte dann erstmal mit einem Frustbier heruntergespült werden. Ich hatte gerade das Bier vor mir stehen, da kam das nächste Pfeifkonzert. Und wenig später wieder der Stadionsprecher: "Neuer Spielstand: Gladbach 0, Hamburg 2." Auf dem Weg zurück in den Block gab's dann das einzigen negative Erlebnis, als ich von einem gefrusteten Fan unsanft angerempelt wurde. Doch mehr als ein paar Tropfen Bier gingen nicht verloren.
Gleich nach der Pause wurde es dann wieder spannend. Und ich sah mein erstes Tor in diesem Spiel. Van Hout verkürzte gleich beim ersten Gladbacher Angriff. Um mich rum witterte das Publikum Morgenluft. Als keine 10 Minuten später auch noch Boulahrouz sich für eine gelbe Karte mit Applaus bedankte und so vorzeitig Duschen gehen durfte, schwante mir schon die Verlängerung meiner Auswärtsserie (0 Punkte!). Es wurde auch in der zweiten Hälfte kein besserer Fußball geboten, so dass sich die Spannung allein aus dem Spielstand ableitete. Mein Sitznachbar versuchte mich immer wieder zum Gladbachfan zu missionieren, hatte bei dem gebotenen Fußball aber keinen Erfolg. Etwa 10 Minuten vor Schluss konterte der HSV und Barbarez wurde im Strafraum zu Fall gebracht. Dummerweise legte er sich auch noch selbst den Ball zurecht (wobei ich mich jetzt nicht auf die falsche Regel beziehe, dass der Gefoulte nicht selbst schießen sollte, sondern aus Erfahrung wusste, dass Barbarez' Quote beim Verwandeln von Strafstößen alles andere als berauschend war). Meinen Befürchtungen zum Trotz verwandelte er aber sicher. Endlich auch ein Hamburger Tor, dass ich in dieser Partie mitbekam. Gladbach hatte noch zwei Mal Pech, so dass es am Ende beim 3:1 Auswärtssieg blieb. Der erste, den ich live mitbekommen hatte - allerdings auch der letzte (des HSV)...

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Montag, Juni 25, 2007

Wow

So in der Art hätte man das formulieren können, was sich vor ein paar Tagen bei mir abspielte. Ich stand an einer Bushaltestelle in Oldenburg und wartete, als sich plötzlich meine Nase meldete. Kein Niesreiz mit peinlichen Ergebnissen, nein, ein überaus betörender Geruch. Ein wahres Feuerwerk brannte da in meiner Nase und denn daran angeschlossenen Nervenbahnen ab. So faszinierend, dass ich natürlich sofort wissen wollte, woher dieser Duft kam - so in etwa das vorletzte Mal, dass ich mich nach einer Frau umgedreht habe. Als potentielle Trägerin kam eigentlich nur eine Radfahrerin in Frage, die sich in gemächlichem Tempo entfernte. Während mein Geruchssinn aber immer noch in höchsten Sphären tobte, war das, was sich meinen Augen bot, allerdings deutlich weniger ansprechend. Sie durfte so ungefähr Vierzig aufwärts sein, schätze ich. Ich hätte aber immerhin noch meine Neugier stillen und den Namen des Parfüms in Erfahrung bringen können. Allerdings fand ich es ein wenig albern, deswegen dieser Frau hinterherzurennen. So werde ich wohl darauf warten müssen, bis wieder jemand mal so riecht...

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Freitag, Juni 08, 2007

Bienenstich

Tja, das kommt dabei rum, wenn man morgens seinen üblichen Weg einfach mal über den Haufen wirft. Anstatt an der Hauptstraße entlang, dachte ich mir gestern, ich könne ja mal den Wanderweg benutzen, um zum Bahnhof zu fahren. Schön grün, keine Autos, nur dummerweise jede Menge kleines Fluggetier. Und irgendwann kurz vor Ende des vorletzten Wanderwegabschnitts vor dem Logaer Weg hatte dann eine Biene meinen Weg gekreuzt, war im Halsbereich gegen mich geprallt, in Panik geraten und hatte mich sofort gestochen. Blödes Viech. Dafür hat sie allerdings dann auch ihr Leben ausgehaucht. So rannte ich dann gestern mit gerötetem Hals durch die Gegend und auch heute merke ich noch die Auswirkungen. Man soll das Gift ja eigentlich aussaugen, doch den Menschen möchte ich mal sehen, der es schafft, mit dem Mund an seinen eigenen Hals zu kommen. Dummerweise bin ich, als die Biene mich gestochen hatte, nicht auf die Idee gekommen, die Ulrike mir an der Uni erzählte: Ich hätte mir ja die nächstbeste, einigermaßen hübsche, junge Passantin suchen sollen und sie bitten, mir doch in der Angelegenheit behilflich zu sein. Allerdings wäre dieser Plan wohl auch an drei Dingen gescheitert. Zum einen hätte ich wohl niemanden dahingehend angesprochen, zum anderen erscheint mir eine spontane Bereitschaft der anderen Seite auch etwas zweifelhaft. Und drittens waren auch nur junge Mädchen auf dem Weg zur Hauptschule unterwegs und mir hätte es, wären die Punkte 1 und 2 doch wider Erwarten eingetreten, obendrein noch eine Anzeige wegen Verführung Minderjähriger eingebracht. Dann wohl doch lieber mit Schmerzen durch die Gegend laufen.

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Donnerstag, Mai 24, 2007

Wo kommt ihr eigentlich her?

Im Augenblick tun sich, was meine Ohrwürmer der letzten Tage angeht, tiefe Abgründe der Geschmackslosigkeiten auf. Alles fing an mit Matthias Reim, der mir eines Morgens aus dem Nichts in den Kopf kam. Verdammt ich lieb dich. Nein, lieben tue ich es definitiv nicht, dieses Lied. Verdammen passt da schon eher. Nur der Ursprung für diesen Ohrwurm bleibt mir weiter verborgen, ist es doch eine ganze, ganze Weile her, dass ich dieses Lied irgendwo mal bewusst wahrgenommen habe. Na ja, den Reim war ich dann dank einiger Hilfe meines mp3-Players nach zwei, drei Tagen los, doch vorgestern ereilte mich erneut das Schicksal: Mädchen, Mädchen. Seiner Zeit von Gigi (nein, nicht d'Agostino, aber fast) Anderson in die Welt beträllert. Bitte wer? Na ja, so ein 08/15-Schlagerbarde, ganz hübsch damals, ganz schön schnulzig und mein Bruder hatte da mal irgendwas von auf Kassette - ist aber, soviel muss ich zu seiner Ehrenrettung sagen, schon so ca. 20 Jahre her. Um so verwunderlicher, dass es mir auf einmal im Kopf rumschwirrte, auf dem Rad, an der Bundesstraße - und absolut kein Mädchen weit und breit. Und dann, direkt im Anschluss, über irgendeine Brücke meiner Kindheit kam das nächste Lied. Irgendwann in Kindertagen hatte ich mal eine Kassette bekommen, die nannte sich "Die Kinderhitparade". Irgendwo dürfte sie vielleicht auch immer noch in meinem Besitz befinden, unter all den ausgemusterten Kassetten, die nur noch als Staubfänger dienen. Was sich im einzelnen auf der Kassette befindet, kann ich nicht mehr sagen, denn die Hülle ist irgendwann verschwunden. Die Titelmelodie zu Partik Pacard - eine ZDF-Kinderserie von 1984 - ist da auf jeden Fall noch drauf, die Serie hatte ich irgendwann mal ausschnittsweise in der Wiederholung gesehen (aber auch schon vor Beginn der 90er). Es dürfte sich auch was von Modern Talking darauf befinden, wenn ich mich recht erinnere (ein guter Grund dafür, dass ich diese Kassette seit mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr angehört habe). Und dann das, was mich nun schon seit einem guten Tag verfolgt. Es erinnert mich grob an Heino, aber von wem es ist und wie es heißt, weiß ich nicht. Ich habe nur einige Textfragmente im Kopf - und ich werde sie nicht los:

Amigo, die Zeit ist längst vorbei. Die schönen Stunden sind für immer vorbei.
Die Hand am Colt und am Messer, zu jeder Zeit bereit.
Nur für das Gute zu kämpfen.
Das ist jetzt alles Vergangenheit.
In jeder Whiskeyspelunke, da waren wir bekannt.

Da wünsche ich mir doch schon fast wieder das einfache Quando, Quando zurück, dass mich sonst immer verfolgt hat. Oder Teenage Dirtbag!

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Mittwoch, Mai 09, 2007

Popularity kills the talented star

Ich gestehe: Ich habe DSDS gesehen. Einmal gewissermaßen das Viertelfinale und nun am vergangenen Wochenende das Finale. Beide Male war ein Trainerkollege der Verantwortliche an der Fernbedienung - ich konnte also nichts dafür. Trotzdem - obwohl ich immer nur den letzten Rest gesehen hatte (ein einziges Lied hatte ich im Finale ganz mitbekommen) - maße ich mir jetzt einfach mal an, darüber reden zu können.
Da wäre also das "Viertelfinale", wo mich ein einziger Sänger überzeugt hatte: Max (und das meine ich nicht aus lokalpatriotischen Gründen, weil der Vater ursprünglich aus Ihrhove kommt). Seine beiden Lieder passten (nicht nur weil sie meinem Musikgeschmack am ehesten entsprachen), im Gegensatz zu Lisa und Mark, die jeweils eines dabei hatten, was nicht so wirklich ging. Und Martin hatte an dem Abend die falschen Lieder ausgesucht und wäre eigentlich zurecht rausgeflogen - wenn da nicht am nächsten Tag diese Sache mit Max gewesen wäre.
Und das Finale? Da kam Martin in meinen Augen wesentlich besser rüber, weil er Songs sang, die recht gut zu seinem Boygroup-Charakter passten. Bei Marks Auswahl stellten sich bei mir nur die Fußnägel auf. Zumindest in der Zusammenfassung (auf mehr konnte ich meine Meinung ja nicht gründen) wirkten beide Lieder auf mich wie Abführmittel, das "eigene" Lied riss mich dann auch nicht vom Hocker. Als dann aber später bei der Ergebnisverkündung die Prozentzahl genannt wurde, war klar (noch bevor der Name genannt wurde), dass es der Herr Medlock trotz allem geschafft hatte, zu gewinnen. Warum? Wegen seiner Popularität, die ihm nicht zuletzt dank des Boulevards verschafft wurde.
Und dann muss ich gestern hier im Netz lesen, dass der diesjährige DSDS-Gewinner zusammen mit seinem Förderer singen will. Medlock und Bohlen als Modern Talking II stand da. Schon der bloße Gedanke ließ mich würgen. Aber es wurde noch schlimmer. Ich bekam einen Ohrwurm - aus alten Tagen mit Vorgänger Thomas Anders: You're My Heart, You're My Soul. Bitte nicht!

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Blöd gelaufen

Irgendwie hatte ich heute Vormittag auf dem Weg zum Bahnhof zwei, drei Ideen, was ich hier posten könnte - und nun hab ich sie vergessen...

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